im Monat Dezember
und bereits 147 Meldungen in den ersten beiden Wochen des neuen
Jahres – diese Zahlen machen deutlich: Die Grippe-welle schwappt
mehr und mehr in den Ennepe-Ruhr-Kreis und dürfte in den nächsten
Wochen noch höher werden.
„Zu
dieser Einschätzung kommen wir auch deshalb, weil diese Zahlen nur
die laborbestätigen Fälle enthalten. Dazu kommen ohne Frage noch
Erkrankungen von Personen, die keinen Arzt aufgesucht haben oder bei
denen auf einen Test verzichtet wurde", so Dr. Sabine
Klinke-Rehbein, Amtsärztin im Schwelmer Kreishaus. Bundesweit lagen
bis zur letzten Kalenderwoche 2025 fast 444.000 Meldungen vor, 2024
waren es 218.000 gewesen. Im neuen Jahr sind in der ersten Woche
bereits etwa über 15.000 Fälle (2025 5.000) gemeldet worden. Von
Influenza-Ausbrüchen waren – wie auch der wöchentliche Bericht
des Robert-Koch-Institutes zeigt – nicht nur Krankenhäuser und
Pflegeeinrichtungen, sondern auch erste Kitatagesstätten betroffen.
Aktuell zirkulieren vor allem Influenza-A-Viren (H3N2). Diese haben
nach Medienberichten aus Italien in der Region Treviso zu hohen
Krankheits-zahlen und vielfach zu stationärer
Behandlungsbedürftigkeit geführt. Auch wenn der aktuelle
Grippe-Impfstoff nicht optimal zu A (H3N2) mit der so genannten
Subklade K passt, bietet er nach Einschätzung von Experten dennoch
einen wichtigen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen.
„Deshalb
sollten sich insbesondere Menschen ab 60 Jahren, Menschen mit
chronischen Erkrankungen und Schwan-gere sowie Personen mit erhöhtem
beruflichen Risiko und enge Kontakt-personen von Risikogruppen auch
jetzt noch impfen lassen.", rät Klinke-Rehbein. Dies gelte vor
allem, da die Fallzahlen erfahrungsgemäß im Februar noch einmal
deutlich ansteigen dürften. Wer darauf vorbereitet sein möchte,
sollte zeitnah seinen Hausarzt aufsuchen. Denn: Die Schutzwirkung der
Impfung setzt erst 10 bis 14 Tage nach dem Piek in den Oberarm ein. Ennepe-Ruhr-Kreis


