beruflichen Erfolg,
Integration und eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung.
Kinder lieben es, vorgelesen zu bekommen. Geschichten regen nicht nur
die Fantasie an, sie machen die Welt verständlicher und vermitteln
ein Gefühl für Sprache und Satzbau. Der erste und zentrale
Vorleseort in der Kindheit sollte in der Regel die Familie sein.
Studien belegen jedoch, dass ein Drittel der Eltern ihren Kindern
nichts oder nur selten und damit zu wenig vorlesen. Von daher sind
andere Orte außerhalb des Elternhauses, wie zum Beispiel die KiTa,
von elementarer Wichtigkeit, um die Kleinen regelmäßig mit
Geschichten, Vorlesen und Lesen in Berührung kommen zu lassen.
Dieser
Meinung ist man auch in der Gevelsberger Kindertageseinrichtung
„Zauberstern“. Seit gut einem Jahr verfügt die Einrichtung der
Evange-lischen Stiftung Volmarstein über kleine Bücherei. Dort haben
die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, in spielerischer Form
Sprache zu erlernen, kreativ zu sein und neue Themen zu entdecken.
Für jede Altersklasse findet sich der passende Lesestoff. Ein Teil
der Literatur ist sogar mehrsprachig, da die 40 Kinder aus 13
verschiedenen Nationen kommen. Die Themen in den Büchern, die in
Kinderhöhe in Regalen stehen, sind enorm vielfältig: Sie reichen
von Toilettentraining über Inklusion, Tod und Trauer, Diversität,
bis zu Weltraum und Dinosaurier. Wenn die Kinder darin stöbern oder
daraus vorlesen, wird die Bücherei zum Begegnungsort mit spannenden
Themen und Figuren.
Ein
Musterbeispiel für gelungene frühkind-liche Bildung, das nun von der
Stiftung Lesen mit einer Lesebox im Werte von 200,- Euro
ausgezeichnet wurde. „Wir freuen uns sehr darüber“, so Leiterin
Sabrina Hinz-Ziganow. Insbesondere auch, da man bei der Anschaffung
neuer Bücher oder Mate-rialien oftmals auf Spenden angewiesen ist.
Sie erzählt, dass die Idee einer solchen Bücherei von Anna
Ahlers entwickelt wurde. Es sei ihr Abschluss-Projekt während der
Ausbildung gewesen. Dazu erarbeitete die Erzieherin unter anderem
auch ein Konzept, um Kindern den pfleglichen Umgang mit Büchern zu
vermitteln – zum Beispiel die Seiten umzublättern, ohne diese zu
knicken oder zu beschädigen. Auch Anna Ahlers ist glücklich
darüber, mit diesem Projekt viel-leicht einen kleinen Grundstein für
die Zukunft der Kinder gelegt zu haben und sagt abschließend, dass
es immer wieder große Freude macht zu sehen, „wie sich unsere
Kinder mit Literatur beschäftigen“. André Sicks
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