so ist
dies zunächst einmal ein Schock. Es verändert sowohl die eigentlich
erkrankte Person, als auch deren soziales Umfeld. Eine Krankheit, die
mit zunehmendem Alter steigt und die wohl häufigste Krebserkrankung
bei Frauen im Alter von 35 – 55 Jahren ist. „Viele
Betroffene fühlen sich unsicher, überfordert oder verängstigt“,
beschrieb es Christina Bohn-Queren. Die Inhaberin der „Lingotage
Bohn“, dem Fachgeschäft für Dessous, Strumpf- und Wäschemoden
mitten im Herzen von Gevelsberg, wusste wovon sie sprach, da „ich
fast täglich in meinem Geschäft mit dem Thema konfrontiert werde“.
Worte, die verständlich machten, warum ihr gerade dieses Thema so
sehr am Herzen liegt und sie sich dafür in ihrer Freizeit auch
ehrenamtlich engagiert. Christina
Bohn-Que-ren erzählte, dass sie im September letzten Jahres „bei
frisch-herbstlichem Wetter“ erstmalig einen Brust-krebslauf an den
Start brachte, bei dem 150 Läuferinnen und Läu-fer eine Strecke von
11 km inmitten schönster Natur absolvierten. Für dieses Event
konnte sie auch zahlreiche Unterstützer und Unterstützerinnen
mobilisieren, die den Lauf mit Sachleistungen, finanziellen Mitteln
und tatkräftiger Hilfe zu einem rundum tollen Erlebnis machten. „Im
Vordergrund stand das gemeinsame Erlebnis, die Freude an der Bewegung
– und natürlich der gute Zweck“, sagte sie und fügte stolz
hinzu, dass am Ende ganze 3.109,18
Euro zusammenge-kommen wären, die dem gemeinnütziger Verein
„Brustkrebs Deutschland e.V.“ zugute kamen. Aufgrund
der Tatsache, dass das Feedback rund um den Brustkrebslauf großartig
war, ließ bei der Geschäftsfrau die Idee aufkeimen, erstmalig einen
Brustkrebs-Informationstag ins Leben zu rufen.
Gesagt,
getan – die Signalfarbe Pink, welche international für den Kampf
gegen Brustkrebs steht, sie hielt nun erstmalig Einzug im
Gevelsberger Rathaus. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, da man
zahlreiche pinke Schuhe im Außenbereich drapiert hatte, die
Patientinnen, Angehörige und alle Interessierten den Weg in
Richtung Ratssaal-Foyer wiesen, wo sie
sich rund um das Thema Brustkrebs informieren konnte – ganz gleich,
ob es um medizinische Aspekte, Alltagsfragen oder den Umgang mit
körperlichen Veränderungen ging.
Pinke
Schuhe und gleichfarbige Luftballons wiesen den Besuchern ihren Weg
zum Veranstaltungsort des 1. Gevelsberger Brustkrebs-Informationstag.
Neben
Christina Bohn-Queren und ihrem Geschäft „Lingotage Bohn“
präsentierten sich die „Häusliche Kranken- und Tagespflege Wolf“,
Claudia Durst von „CD – Berührung und Bewegung“, das
„Perückenstudio Kemper“ aus Schwelm, die „Praxis für
Physiotherapie Barbara Bischof“, die Abteilung „Pink Patrol“
vom PSV Ruhr aus Bochum sowie die aus Wuppertaler kommende
Selbsthilfegruppe „Breast friends forever“ und das
„Schönheits-atelier
– Praxis für Pigmentierung und Ästhetik“.
An
den jeweiligen Infoständen
stellten sie vorhandene
Aufklärungsprogramme, Kampagnen und Initiativen aus Medizin, Sport,
Ernährung, Fortbildung, Social Media, Lifestyle und vielem mehr der
Öffentlichkeit vor. Des
Weiteren konnten die Besucherinnen und Besucher an zwei Vorträgen
teilnehmen, die sich mit den The-men „Ernährung bei Brustkrebs“
(Referen-tin: Dr. Brigitte Bäuer-lein) und „Der Weg der Patientin
von der Selbsttastung zur The-rapie und Nachsorge“ (Referentin: Dr.
Stephanie Bendig) beschäftigten. Abgerundet wurde das Ganze durch
eine Modenschau, mit Modellen aus dem Hause „Anita“, die moderne
Spezialwäsche sowie funktionale Freizeit- und Bademode präsen-tierte
– modisch, tragefreundlich und auf die Bedürfnisse nach einer
Operation abgestimmt. Was das leibliche Wohl beim 1. Gevelsberger
Brustkrebs-Informationstag betraf, da versorgte die Schwelmer
Turnge-meinde „Zur roten Erde" die Anwesenden mit frischen
Waffeln,
Kaffee und Kuchen.
Im
Rahmen einer kleinen Modenschau wurde Spezialwäsche sowie
funktionale Freizeit- und Bademode vorgeführt, die in ihrer Funktion
auf die Bedürfnisse nach einer Operation abgestimmt waren.
Auch
Bürgermeister Claus Jacobi folgte der Spur der pinken Schuhe. In
seinem Grußwort dankte er zunächst einmal Christina
Bohn-Queren für deren „unermüdliches Engagement im Kampf gegen
den Brustkrebs“. Zugleich
betonte er, dass es großartig sei zu sehen, auf welch breite Palette
an Informationen und Angeboten man stoße, die sensibilisieren
und dazu beitragen, dass sich Betroffene „besser in ihrer
herausfordernden Situation“ zurecht finden. „Sie alle tragen dazu
bei, dass das Krankheitsbild Brustkrebs, was im übrigen auch Männer
betreffen kann, hier und heute aus seiner Tabuzone geholt wird und
mit einer positiven Energie an die Öffentlichkeit gelangt.“
Es
war ein Informationstag, der seiner Organisatorin, ihren
Netzwerk-partnern und vor allem den Besucherinnen und Besuchern viel
Raum für persönliche Gespräche, Austausch und gegenseitige
Stärkung – in einer geschützten, vertrauensvollen Atmosphäre –
bot und dem Bürgermeister Claus Jacobi noch in Aussicht stellte,
dass es 2027 mit Sicherheit zu einer Fortsetzung kommt. „Und dafür
stehen Ihnen unsere Räumlichkeit hier im Rathaus dann auch
selbstverständlich wieder zur Verfügung.“ Abschließend verwies
er schon einmal auf den letzten Samstag im September hin, an dem der
Brustkrebslauf dann in eine zweite Runde gehen wird. André Sicks
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