Mittwoch, 24. Januar 2018

Edith Wiesner Stiftung ließ Wunsch in Erfüllung gehen

Dank der vor Ort ansässigen Edith Wiesner Stiftung war es Daniela Alze gelungen, einer älteren an Demenz erkrankten Bewohnerin aus dem AWO Seniorenzentrum in der Kampstraße einen speziellen Demenzsessel zu beschaffen.
Der sogenannte ThevoChair ist ein Bewegungs-Sessel, der sanft schaukelt und sich „besonders für Menschen mit einem erhöhten Bewegungsdrang eignet“, erklärte die Seniorenbeauf-tragte der Stadt Gevelsberg am 19. Januar 2018. Im Beisein von Einrichtungsleiterin Kerstin Thiel sowie dem Vorstand der Edith Wiesner Stiftung, Stefan Vorberg und Heike Steimann-Monse, freute sie sich darüber, diese knallrote Sitzgelegenheit nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben zu können. Auch Else Störring, jene liebenswerte ältere Dame, die aufgrund ihrer Erkrankung alltäglich den inneren Drang hat, ständig in Bewegung bleiben zu müssen, verspürte beim Sitzen und Schaukeln ein wohliges Glücksgefühl an Entspannung.
 
Schaukeln stimuliert die Sinne
Wissenschaftliche Studien haben nämlich bewiesen, dass solch sanfte Schaukelbewegungen, wie sie der ThevoChair macht, die Symptome einer Demenzerkrankung lindern können. Betroffene sind dadurch ausgeglichener, aufnahmefähiger und ihre Ängste und Depressionen werden reduziert. Zudem lassen sich auch Fuß-, Knie- und Hüftgelenke schonend bewegen und werden aktiviert. Bei einem regelmäßigem Einsatz des ThevoChairs wird die Aufmerksamkeit des Betroffenen positiv beeinflusst. Die bessere Durchblutung und die Bewegung fördern den Gleichgewichtssinn und reduzieren das Sturzrisiko. Patienten sind wacher und haben einen besseren Tag-/Nachtrhythmus.
 
Stiftung leistete Unterstützung
Daniela Alze hatte diesen Sessel vor einigen Jahren auf einer Messe gesehen und war direkt Feuer und Flamme. Doch solch eine therapeutische Hilfe hat mitunter natürlich ihren Preis. Hier kam nun die Edith Wiesner Stiftung ins Spiel. Ein Anruf weckte das Interesse des Vorstands und man erklärte sich direkt bereit, die anfallenden Kosten in Höhe von 1.900 Euro zu übernehmen. 
Eigentlich wissen zu wenige Menschen, welche Möglichkeiten der Hilfe wir haben“, sagte Stefan Vorberg, Filialdirektor der Commerzbank Gevelsberg, der gemeinsam mit Heike Steimann-Monse (Abteilungsdirektorin) den Vorstand dieser Stiftung bildet. Man unterstützt nicht einfach nur Vereine oder Institutionen, „ein jeder kann sich gerne an uns wenden“. Oftmals sind es Fälle, bei denen die Krankenkassen eine Kostenbeteiligung verweigern und wo dann letztendlich die Stiftung eingreift. So berichteten die Vorstände von einer Frau, deren Krankenkasse nur einen normalen Rollstuhl bezahlen wollte. „Sie brauchte aber einen speziellen, um weiter am Leben teilnehmen zu können. Da haben wir natürlich geholfen.“ 
Edith Wiesner kennen nicht viele; doch mit ihrer von der Commerzbank unbürokratisch geführten Stiftung, tut sie bereits seit vielen Jahren Gutes in Gevelsberg und Umgebung. Und das, obwohl die Dame längst verstorben ist, ein halbes Jahrhundert in Brasilien lebte und nicht wirklich eine Beziehung zum Ennepe-Ruhr-Kreis pflegte. Als ihre Mutter allerdings in ein Seniorenheim kam, beobachtete sie, wie schnell alte Menschen durch die Kosten in Armut geraten. Denen wollte sie helfen, wollte nachhaltig wirken. Und mit dem Demenzsessel, der Else Störring und den anderen Bewohnern des Seniorenzentrums fortan ein wenig Linderung verschafft, ist dies zweifelsohne gelungen.  André Sicks
Daniela Alze (Seniorenbeauftragte der Stadt Gevelsberg, links) freute sich, dass sie Else Störring mit dem roten Demenzsessel, den die Edith Wiesner Stiftung finanzierte, ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte.

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