Donnerstag, 28. Dezember 2017

Taubenväter werden schon bald jede Menge Freude und Frohsinn versprühen

Im Hippendörf ist man ja bekanntlich nicht nur während der Kirmestage sehr aktiv. Auch in der närrischen fünften Jahreszeit herrschen Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Was ist erster Linie daran liegt, dass die Vereinsmitglieder schon sehr früh beschlossen, auch Karnevalsfeste zu veranstalten und diese dann innerhalb der Stadt zu etablieren. So gründete man als Ka-Ge im Jahre 1950 den ersten Elferrat und wählte vier Jahre später intern Paul-Günter Herguth zum Prinzen. Ihm zur Seite stand damals Edith Brandenstein als reizende Prinzessin. 
Doch Karneval ohne einen besonderen Orden geht mal so gar nicht, sagten sich der damalige Ka-Ge Präsident Paul-Günter Herguth und Ordensminister Heinz Fraenz. „Was andere können, das können wir schon lange.“ Schnell war in ihnen dann die Idee geboren, in jeder Session eine ganz besondere Auszeichnung zu verleihen, deren einzige Bedingung es war, dass der jeweilige Preisträger besonders humorvoll sein müsste. Womit letztlich dann auch ein Name für diesen Orden gefunden war: nämlich „Freude und Frohsinn“.

Namhafte Ordensträger 
Erstmalig verlieh die Ka-Ge Hippendorf 1977 ihren Orden für „Freude und Frohsinn“ an den damaligen amtierenden Gevelsberger Bürgermeister Helmut vom Schemm. In den darauffolgenden Jahren durften sich unter anderem Mutter Beimer alias Marie Luise Marjan, Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke, Landrat a.D. Dr. Arnim Brux, der SPD-Landtags-abgeordnete Hubertus Kramer, Mister 88%-Prozent Bürger-meister Claus Jacobi, der Schausteller-König Bernd Alexius, Daniela Alze (Seniorenbeauftragte der Stadt Gevelsberg), der heimische Wein-Papst und VdK-Vorsitzende Klaus Löbbe sowie die beliebte Karnevalsband „So!Lalamit der Auszeichnung schmücken. In diesem Jahr zeichneten die Karnevalsfreunde den ersten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Gevelsberg, Stefan Biederbick, aus.
Wer aber sollte nun dessen Nachfolger werden? Des Rätsels Lösung: Die Ka-Ge Hippendorf verleiht in der kommenden Karnevalssession dem Verein „Tauberväter – Menschen helfen Menschen e.V.“ ihren Orden für „Freude und Frohsinn“ Eine Entscheidung die im gesamten Vorstand der Narren einstimmig ausfiel, berichtete Geschäftsführer Gerd Laake. Denn das soziales Engagement, dass von den Taubenvätern mit Freude und Frohsinn ausgeübt wird, ist bemerkenswert. 

Menschen helfen Menschen 
Was 1986 als Initiative einiger Enthusiasten (allen voran Hans Günther Jellinghaus) begonnen hatte, entwickelte sich über die Jahre zu einer allseits anerkannten wohltätigen Organisation, die einen festen Platz auf dem  regionalen karitativen Sektor einnimmt. Insbesondere dort, wo städtische Gelder ausge-schöpft sind und die Linderung von Not und Hilfe bei Bedürftigkeit am größten ist. Mit der Erwirtschaftung von Geldern mittels verschiedener Aktivitäten (Stand beim Gevels-berger Martinsmarktl) und im Rahmen von Veranstaltungen (Sommerfest, Fußball-Turnier und Party), füllt man Jahr für Jahr den Spendentopf, der dann alljährlich in der Adventszeit feierlich im Dorf am Hagebölling ausgeschüttet wird. 
In diesem Jahr konnten die „Taubenväter“ unglaubliche 50 297,70 Euro an die Schulen, Kindergärten, Hilfsorganisationen und Privatpersonen verteilen. So viel Geld, wie niemals zuvor in der 31-jährigen Vereinsgeschichte. Da wundert es keinen, dass solch Engagement auch über die Stadtgrenzen hinaus von vielen Menschen zur Kenntnis genommen wird. 
Am 27. November 2016 richtete Bürgermeister Claus Jacobi anlässlich des 30-jährigen Bestehens der "Taubenväter - Menschen helfen Menschen e.V." einen Empfang im Rathaus aus. Dabei verlieh er dem ersten Vorsitzenden Uwe Kraftscheck (links) und dem Gründungsvater Hans Günther Jellinghaus (rechts) eine ganz besondere Urkunde.
Wo auch immer die Taubenväter in Aktion treten, zum Ende eines Jahres schütten sie alljährlich ihren prall gefüllten Spendentopf aus, Kurz gesagt: Menschen helfen Menschen.
Bunter Programmmix umrahmt Ordensverleihung 
Die Ordensverleihung wird am 27. Januar 2018 (Beginn: 20:11 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr) im Zentrum für Kirche und Kultur in der Südstraße stattfinden.. Stellvertretend für den gesamten Verein wird dort dann der erste Vorsitzende Uwe Kraftscheck, die Auszeichnung entgegennehmen. In Anbetracht der Tatsache das der 41. Ordensträger Stefan Biederbick selbst als aktives Mitglied in deren Reihen tätig ist, lässt sich schon jetzt vermuten, dass dessen Laudatio die passenden und vor allem würdigen, Worte für die Taubenväter enthalten wird. 
Daneben präsentiert die Ka-Ge Hippendorf natürlich auch noch einen bunten Programmmix aus Musik, Tanz und Comedy. So werden zum Beispiel „De 5 Fleje“ aus Bergheim nicht nur mit ihren eigenen Liedern, sondern auch mit einem Potpourri aus bekannten Karnevalslieder, für musikalische Stimmung sorgen; Unter dem Motto „Gardetänze einmal anders“ lässt die seit über 40 Jahre bestehende Tanzgarde der Großen Hildener Karne-valsgesellschaft das Tanzbein schwingen und „Stewardess Marina“ nimmt ihre Gäste der großen Karnevalssitzung mit auf einen lustigen Flug around the world. 
Es wird mit Sicherheit ein karnevalistisches Spektakel, bei dem so manche Rakete gezündet wird“, so Gerd Laake. Abschließend wies er noch darauf hin, dass entsprechende Eintrittskarten ab sofort bei der Ka-Ge Hippendorf sowie bei den Mitgliedern der „Tauberväter – Menschen helfen Menschen e.V.“ käuflich zu erwerben sein. In diesem Sinne: ein dreifach kräftiges „Hippendorf Mäh“.  André Sicks

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