Mittwoch, 29. April 2026

Tourismus: Konzept und Einstellungen zahlen sich aus

Mit gezielten Investitionen
und einer klaren Strategie baut der Ennepe-Ruhr-Kreis seine Position als Tourismus- und Freizeitregion aus. Drei Jahre nach Beschluss des Tourismuskonzeptes und dem damit verbundenen Besetzen von zwei Vollzeitstellen für diesen Bereich zeigt sich: Die angestoßenen Projekte greifen, Fördermittel fließen in Millionenhöhe in die Region und zahlreiche Vorhaben sind bereits konkret sichtbar oder werden umgesetzt. Zahlreiche Details liefert ein umfassender Sachstandsbericht, den die Kreisverwaltung und die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr im Ausschuss für Sport, Freizeit, Kultur und Tourismus vorgelegt hat.
 
So wurde gemeinsam mit dem Regionalver-band Ruhr sowie den Städten Hattingen und Velbert für die Elfring-hauser Schweiz ein touristisches Entwick-lungskonzept erarbei-tet. Darauf aufbauend startet in diesem Jahr ein umfangreiches und mit EFRE-Mitteln ge-fördertes Erlebniswan-derprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 700.000 Euro.Um das Wanderangebot im Kreis weiterzuentwickeln, hat der Kreis als ersten Schritt die bestehenden Möglichkeiten und Gegebenheiten umfassend analysiert. Auf dieser Grundlage entstehen derzeit verschiedene Folgeprojekte – unter anderem wird im Nordkreis der neue Ruhrtalsteig als Wanderweg mit mehreren Etappen durch kreis-angehörige Städte positioniert, in Ennepetal wird an thematischen Wanderwegen gearbeitet und im regionalen Wanderwegenetz sollen gezielt Lücken geschlossen werden. 
Im Blick haben sie auch das Radfahren, auch hier sollen deutliche Impulse gesetzt werden. Im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 und ebenfalls mit EFRE Fördermitteln wird die so genannte „Ozean-Route" entwickelt. Hierfür wird die bestehende Radroute „Von Ruhr zu Ruhr" umfassend qualifiziert. Parallel dazu wird der Radrundweg „Ennepe-Runde" in Zusammenarbeit mit den Städten Breckerfeld, Ennepetal und Gevelsberg sowie Hagen weiterentwickelt und touristisch aufgewertet. 

Um die Sichtbarkeit des Ennepe-Ruhr-Kreises als Tourismusdestination weiter zu erhöhen und von Kooperationen zu profitieren, wurden zudem das Marketing zielgruppengerechter ausgerichtet und Netzwerkformate ange-stoßen. Finanziell zieht die Kreisverwaltung hierfür folgende Bilanz: Für Projekteigenanteile und Planungskosten wurden bislang rund 518.000 Euro aufgewendet. Hinzu kommen Personalkosten für die Jahre 2023 bis 2025 in Höhe von rund 350.000 Euro. Unter Einbeziehung weiterer Projektlaufzeiten ergibt sich aktuell ein Gesamtaufwand von rund 1,17 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen eingeworbene Fördermittel in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro sowie zusätzliche Projektbeteiligungen Dritter von etwa 144.000 Euro. Ein entscheidender Faktor für die inhaltlichen Fortschritte sowie das Einwerben von Fördermitteln war nach Darstellung der Kreis-verwaltung das Schaffen zusätzlicher personeller Kapazitäten innerhalb der Kreisverwaltung und der EN-Agentur.
 
Seit 2023 kümmern sich Ralf Thebrath von der Abteilung Kreis-entwicklung, Planung und Mobilität und Anna Schuth von der EN-Agentur gezielt um Projektent-wicklung, Fördermittelmanagement und Destinationsmarketing. „Dies in Kombination mit der engen Zusammenarbeit mit Kommunen und Partnern bilden auch für Zukunft eine stabile Basis, um den Ennepe-Ruhr-Kreis und seine neun Städte touristisch nachhaltig weiter zu entwickeln und in diesem Bereich wirtschaftlich zu stärken", so die Einschätzung der Kreis-verwaltung.       Ennepe-Ruhr-Kreis