vom Gevelsberger Kirmesverein beginnen
traditionell mit einer Zahl. Diesmal lautete sie 63 und machte
deutlich, dass es ja gar nicht mehr so lange ist, bis drei
Böllerschüsse die schrägste Kirmes Europas einläuten. Es war die
vorletzte Versammlung, die von allen Kirmesfreunden mit Spannung
erwartet wurde. „Heute ist es nun endlich soweit, wir legen die
Startreihen-folge für den Kirmeszug am 28. Juni fest“, sagte der
Vorsitzende Markus Loetz in seiner Begrüßung. Bis es allerdings
soweit war, standen zunächst einmal noch andere Programmpunkte auf
der Tagesordnung. So
ging es zum Beispiel um die Rückvergütung der Krombacher Brauerei
an die Kirmesgruppen. Hierzu erläuterte Geschäftsführer Dirk
Henning noch einmal das Procedere und verkündete, dass es eine
Rückvergütung von 8.500,- Euro netto gäbe, die man unter den
einzelnen Gruppen aufteilen werde.
Als
dann übergab er das Wort an stellvertretenden Vorsitzenden Oliver
Stippe, der über den Verlauf der Frühkirmes am Ennepebogen berichte
und dabei für alle noch eine weitere Finanzspritze in petto hatte.
„Bei einem fast gleichgebliebenen Bierabsatz fällt der Erlös mit
9.350,- Euro etwas geringer als im Vorjahr aus“, so der Mann für
die Finanzen. Nichtsdestotrotz dürften sich die 11 beteiligten
Kirmesgruppen nach Abzug der entstandenen Kosten jeweils über rund
500 Euro für ihre Vereinskassen freuen.
Nun war er da – der spannende Moment. Der traditionelle Griff der
Kirmes-gruppen in den mittlerweile in die Jahre gekommenen Steirerhut
von Friedrich-Wilhelm Brenne. Mit Ausnahme der KG „Aechter de
Biecke“. Sie bildete im letzten Jahr das Schlusslicht beim
Kirmeszug und erwarb damit das Recht , sich ihren diesjährigen
Startplatz selbst auszusuchen. „Das hat die Biecke im Vorfeld auch
getan und sich für die Startplatznummer 5 entschieden“, sagte
Markus Loetz.
Der große Augenblick der Wahrheit, der Griff der Kirmesgruppe „Im Dörnen“ in den Hut legte nun deren Startplatz fest.
Nachdem
alle eine verdeckte Nummer ge-zogen hatten, stand die Reihenfolge für
den Kirmeszug 2026 fest. Angeführt wird er von der Kirmesgruppe
„Mühlenhämmer„ ihnen folgen die Kirmesgruppen „Fidele
Vogelsanger“, „Schnellmark“, „Börkey“, „Aechter de
Biecke“, „Silschede“, „Berge“, „Vie vam Kopp“, „Im
Dörnen“, „Hippendorf“, „Pinass Brumse“ und „Dä vam
Luse-brink“. Mit Blick auf deren Darstellungen, erinnerte Loetzi
noch einmal daran, dass jede Gruppe ihre komplette Zugbeschreibung
bis zum 15. Mai eingereicht haben müsste.
Im
Anschluss wurde die Ausgabe der Eint-rittskarten zur Glas-krugfete in
Habbel´s Saloon, der Lose für das Kirmes-Opening sowie der
Plaketten, Plakate, Flyer und den von der Krombacher Brauerei
gesponserten Bierdeckeln von der Tagesordnung abge-arbeitet. Was die
Eintrittskarten für das Kirmes-Opening betraf, hier konnte man in
Richtung Geschäftsführer noch Vorbestellungen angeben. Die Ausgabe,
so sagte Dirk „Henne“ Henning, erfolge bei der nächsten
Versammlung. Dem fügte Markus Loetz noch kurz hinzu, dass die
Veranstaltung am 13. Juni „grandios“ würde. Mit dem Schwel-mer
Männerballett,
dem Tanzatelier
Tiranno, den
Allstars
und der Band „Lecker Nudelsalat“ gäbe es auf der Bühne geballte
Show-Power. Und wäh-rend im Saal die Post abginge, ließe sich
diesmal im Foyer der perfekte Ort finden, um einfach zwischendurch
mal durchzu-atmen oder die trockene Kehle mit einem kalten Getränk zu
befeuchten. Die Bewir-tung an diesem Abend, so sagte er, werde das
Team vom Winterwald übernehmen.
Gerade
mal 82 Minuten dauerte der offizielle Teil, der um 20:22 Uhr von
Markus Loetz mit einem „Rupp di Tupp“ beendet wurde und für alle
das gesellige Miteinander einläutete. André Sicks