und es seien „nur noch 92 Tage bis zum
„schönsten Volksfest in unserer Stadt“, verkündete der 1.
Vorsitzende vom Gevelsberger Kirmesverein Markus Loetz zu Beginn der
Monatsversammlung. Bevor er zur eigentlichen Tagesordnung überging,
teilte er der Versammlung in seiner Begrüßung noch mit, dass sich
die im letzten Monat gestellte Frage bezüglich eines Jugendwartes
inzwischen geklärt hätte und Nicole Bölling diese Aufgabe fortan
übernehmen werde.
Was
folgte war nun die Auflösung des Rätsels um den Hammerschmied. Fest
stand bis zu diesem Zeitpunkt, dass der ehemalige Hammerschmied Bernd
Matthäi in diesem Jahr noch einmal in die Rolle der Symbolfigur
schlüpfen werde; es aber jemanden gäbe, der sich gut vorstellen
könnte, dieses Amt auszuüben. „Gemeinsam mit dem Präsidium haben
wir im Vorstand zunächst einmal ein Sondierungsgespräch mit diesem
Kandidaten geführt“, erklärte Markus Loetz, was, so fügte er
hinzu, am zum Ende hin durchaus positiv verlaufen sei. Just in diesem
Moment ließ er dann auch die Katze aus dem Sack und verkündete ganz
offiziell, dass die Person Joel Timmerbeil von der Kirmesgruppe
„Börkey“ sei. „Joel ist ein junger Kirmesfreund, der nach
unserer Überzeugung das Kirmesherz am rechten Fleck hat.“ Was
der 30-jährige bei seiner Vorstellung schon einmal zeigte und
deutlich machte, dass er es „als große Ehre“ empfinden würde,
als „Vertreter der gesam-ten Stadt“ das Kirmesbrauchtum nach außen
hin zu repräsentie-ren. Der GKV-Vorsitzende er-klärte, dass Joel
zunächst ein-mal gemeinsam mit Bernd Matthäi die wichtigen
repräsen-tativen Termine übernehme. So hätte er die Chance, in
alles hineinzuschnuppern und die Auf-gabe hautnah kennenzulernen. Wenn
die Chemie weiterhin passe, so Loetzi weiter, dann wäre es die Idee,
ihn vom „Hammerschmied-Lehrling“ zum „Hammerschmied-Gesellen“
zu befördern. Ein Vorschlag, dem die Versammlung mit vier
Enthaltungen einstimmig zustimmte. Einstimmig
war im Anschluss dann auch die Wahl von Vorstandsmitglied Manfred
Bärenfänger zum neuen Dorfschulzen. Er wurde bereits bei der
Versammlung im Februar vorgestellt, so dass die Mitglieder vier
Wochen Zeit hatten, um ihn nun ganz offiziell ins Amt zu heben.
Auf
der letzten Versammlung wurde der Wunsch geäußert, sich intensiver
mit dem Thema „Jugendarbeit“ in den einzelnen Gruppen zu
befassen. Um hier auf den aktuellen Stand zu sein und um das Thema
ein wenig intensiver zu beleuchten, begrüßte der Gevelsberger
Kirmesverein an diesem Abend Katharina Sprockmann vom Jugendamt der
Stadt Gevels-berg. Sie erläuterte, dass die Kinder- und Jugendarbeit
zu den wichtigsten, gesellschaftlichen Leistungen der Vereine zähle,
um deren Zukunft zu gestalten. Daher sei es notwendig, unter anderem
eine Übersicht sämtlicher Tätigkeiten im Verein zu erstellen sowie
eine federführende, vertrauensvolle Ansprechperson mit einem
erweiterten Führungszeugnis zu benennen, die die Kinder und
Jugendliche beaufsichtigt, betreut und anleitet. Ausführun-gen, die
einen ersten Grundstein legten und in dessen Nachgang die Gruppen
nun die Möglichkeit haben, sich eigenständig um das weitere
Vorgehen zu kümmern.
Katharina
Sprockmann vom Jugendamt Gevelsberg berichtete über die
Anforderungen und Entwicklungen im Bereich der Kinder- und
Jugendgruppenbetreuung.
Im
weiteren Verlauf der Versammlung ging es um die Einteilung der
Schichten im Getränkewagen auf der Frühkirmes am Ennepebogen, die
vom 16. bis 19. April stattfindet, weitere Themenvorschläge der
einzelnen Gruppen für den Kirmeszug, den TÜV-Termin am 13. Juni
sowie das an diesem Tage stattfindende Kirmes-Opening. Hierzu ließ
Loetzi die Versammlung kurz wissen, dass man die Bühne vergrößern
werde, damit alle Programmpunkte darauf stattfinden können. Außerdem
käme man dem Wunsch nach, das Foyer der Halle West wieder mit ins
Geschehen einzubinden. Auch das Thema die Schülerinnen und Schüler
des nächsten Abi-Jahrgangs in den Kirmeszug zu integrieren stand auf
der Agenda. Hierzu konnte Andreas Linke berichten, dass sich 65
Jugendliche angemeldet hätten das Angebot anzunehmen, sechs hätten
bedauer-licherweise keinerlei Interesse gezeigt. Über eine
WhatsApp-Gruppe, so sagte Linke abschließend, würden nun die
entsprechenden Plätze zugeteilt. Bevor
Markus Loetz nach gut einer Stunde die Versammlung um 20:00 Uhr mit
einem „Rupp di Tupp“ beendete, verkündete Andreas Alexius den
Teilnehmenden, das die UNESCO am heutigen Tage entschieden hätte,
das die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland zum
immateriellen Kulturerbe gehöre. Sie beruhe auf auf handwerklichen
Techniken, techni-schem Wissen, gastronomischen Fähigkeiten, Logistik
und Sicherheits-anforderungen sowie einer charakteristischen
Festplatzästhetik. „Durch diese Anerkennung ist die Kirmes- und
Volksfestkultur vor dem Verfall
und Zerstören
durch unzureichende politische und gesellschaftliche Unter-stützung
geschützt.“ André Sicks
