dass die AGS (Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen)
der SPD Gevelsberg am Silvestermorgen das Bürgercafé in der
Gevelsberger Fußgängerzone aufbaut um Berliner Ballen für einen
guten Zweck zu verkaufen. „Berliner statt Böller“ heißt die
Aktion, bei der die Mitglieder an diesem Tage den Genuss statt Lärm
in den Vordergrund stellen. Am Ende kommt der Erlös einer
gemeinnützigen Einrichtung in Gevelsberg zugute. Im
vergangenen Jahr kamen dabei 200,- Euro zusammen, die Majid
Iqbal, Vorsitzender der AGS Gevelsberg, nun gemeinsam mit den
Vorstandsmitgliedern Ralf Terjung und Mario Wolf an die
Spielleute-Vereinigung Gevelsberg e.V. überreichen konnte. Ort des
Geschehens war das Vereinsheim des Gevelsberger Spielmannzugs am
Haufer Park, direkt neben der Feuer- und Rettungswache.
1980
schlossen sich neun begeisterte Musiker zusammen und gründeten am
10. Oktober einen neuen Spielmannszug in Gevelsberg. Ermöglicht
wurde dies durch ein Darlehen, wovon man Instrumente und Uniformen
gekauft hätte, erzählte die Vereinsvorsitzende Eva-Maria Hoffmann.
Das damalige Ziel, so fügte sie hinzu, sei die Pflege der
Marschmusik und Kameradschaft gewesen. „Der erste offizielle
Auftritt war bei der Prinzenkür im Januar 1981.“
Seitdem
ist eine Menge passiert, die Spielleute sind aber nach wie vor ein
fester Bestandteil in der heimischen Vereinslandschaft. Mit Blick auf
den städtischen Veranstaltungskalender müsse man sie als
Bereicherung titulieren, gaben die Gäste der musikalische Leiterin
zu verstehen. Ob beim Karneval, während der Gevelsberger Kirmes, auf
Sommerfesten oder bei den eigenen Veranstaltungen (Sommerfest mit den
Auftritten verschiedener Musikzüge und Gevelsberger Winterzauber
mit den Kirmesgruppen „Dä vam Lusebrink", „Mühlenhämmer"
und „Schnellmark"), wo immer die Truppe aufspiele, da „sind
Euch lang anhaltender Applaus, Lob und vor allem glückliche Menschen
gewiss“. Eine Aussage an Wertschätzung, die Eva-Marie Hoffmann
strahlen ließ und sie darin bestärkte, dass Musik verbindet. „Wir
sind einfach gerne musikalisch für Gevelsberg da.“
Ob
Karneval, Kirmes oder beim Gevelsberger Winterzauber, um nur einige
Beispiele zu nennen, die Spielleute-Vereinigung Gevelsberg e.V. ist
nicht nur ein musikalisches Aushängeschild für Gevelsberg, die
Truppe um Eva-Maria Hoffmann pflegt das Brauchtum, liebt das
gesellige Miteinander und den Zusammenhalt der Vereine untereinander.
Majid Iqbal, Ralf Terjung und Mario Wolf nahmen sich viel Zeit für ihren Besuch bei der Spielleute-Vereinigung Gevelsberg. Man nahm auf, was Eva-Maria Hoffmann ihnen erzählte. Vor allem was die aktuelle Mitgliedersituation betraf. „Wie so viele Vereine, haben auch wir das Problem neue Mitglieder zu finden.“ Wenn mal einer ausfällt, müsste man rotieren und umstellen. „Im schlimmsten Falle kann es auch passieren, dass wir einen Auftritt ganz absagen.“ Wer Interesse hätte, so rührte sie ein wenig die Werbetrommel, dürfe gerne jeden Donnerstag (außer in den Schulferien) in der Zeit von 19:00 bis 21:00 Uhr bei den Proben im Vereinsheim vorbeischauen. Auf die Frage von Mario Wolf, wie sich der Mitgliedsbeitrag belaufen würde, antwortete sie, dass Kinder bis 18 Jahren einen Euro pro Monat zahlen, der Jahresbeitrag für Erwachsene läge bei 30,- Euro. „Instrumente und Uniformen stellen wir zur Verfügung; Noten muss man auch nicht können.“
Die
Finanzspritze der AGS Gevelsberg, so sagte Eva-Maria Hoffmann
abschließend, wolle man für Instrumente und anstehende
Wartungsarbeiten nutzen. Und wie es sich gehört, dankte die
Spielleute-Vereinigung der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen
mit einem dreifachen „Gut Spiel – Cha cha cha – Uh“. André Sicks
