dass der AWO-Ortsverein Gevelsberg
alljährlich seine Mitglieder für deren Treue und ihr ehrenamtliches
Engagement auszeichnet. Gerade
in der heutigen Zeit ist es eine Seltenheit, wenn sich Menschen über
Jahrzehnte ehrenamtlich in einem Verein engagieren. Darum liegt es
dem Vorstand auch am Herzen, nicht nur die Mitglieder auszuzeichnen,
die 25 oder gar 50 Jahre aktiv dabei sind. „Ein jeder verdient ein
großes Dankeschön“, sagte Martina Drucks in ihrer Begrüßung.
Auch wenn einige der insgesamt 30 Jubilare bei der kleinen
Feierstunde im „Café mit Herz“ aus persönlichen, privaten oder
gesundheitlichen Gründen fehlten, all jene die gekommen waren, die
erlebten in entspannter Atmosphäre einen schönen Nachmittag und
hatten ausreichend Gelegenheit für Geselligkeit und einem regen
Austausch. Mit
zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen gelingt es dem
AWO-Ortsverein immer wieder, sich in den Focus der Öffentlichkeit zu
rücken. „Die Bürgerinnen und Bürger nehmen verstärkt Kenntnis
von uns und von dem, was wir als ein Teil der Arbeiterwohlfahrt auf
die Beine stellen“, erklärte die
1. Vorsitzende.
Dabei sei vor allem die Unterstützung der zahlreichen Gevelsberger
AWO-Einrichtungen, allen voran die Kindertageseinrichtungen sowie der
Offene Ganztag an den Grundschulen, ein wichtiger Bestandteil. „Solch
ein Erfolg lässt sich aber nur mit vielen ehrenamtlichen Mitgliedern
im Hintergrund erzielen.“ Mit Menschen, die mit Liebe ihr Herz für
die Sache sprechen lassen. Sieben von ihnen, die sich in einer
Gesamtsumme seit 240 Jahren engagieren, konnten nun, in Verbindung
mit der einen oder anderen persönlichen Erinnerung – dokumentiert
von Hans-Christian Schäfer und Gerhard Lützenbürger, die dankbare
Anerkennung der Arbeiterwohlfahrt entgegenzunehmen.
So
zum Beispiel Heinz-Walter
Lingemann, langjähriger Kom-munalpolitiker und „Vogelsanger aus
Leidenschaft“, den der Ortsverein für 55 Jahre aus-zeichnete. Das
der ehemalige Postbeamte 1971 der AWO beitrat, lag in erster Linie am
damaligen Bürgermeister Hel-mut vom Schemm. Dieser hatte ihm nämlich
gesagt, dass wenn er in Gevelsberg etwas errei-chen wolle, dann müsse
er in die Arbeiterwohlfahrt eintreten. Ge-sagt getan und das in dem
Jahr, als Hildegard Melcher beim Gevelsberger Ortsverein den Vorsitz
von Erna Münter übernahm.
Für
35 Jahre zeichnete man sowohl Gerd Placzek, dessen Name vor allem in
Verbindung mit dem Städtischen Jugendamt und dem Fachbereich
Bildung, Jugend und Soziales steht, sowie Altbürgermeister Dr. Klaus
Solmecke aus, der am 4. Juli 1991 die Amtskette von Helmut von Schemm
übernahm und bei seiner ersten Ratssitzung direkt ein „Rauchverbot“
für sämtliche Sitzungen einführte.
Neben
den Dreien wurden zudem auch noch Sabine Rauhaus für 40 Jahre,
Margarete Ebbinghaus für 30 Jahre und Marlies Klingelstein sowie
Marcel Kruska für jeweils 20 Jahre geehrt.
Mit
Gerd
Placzek, Heinz-Walter Lingemann und Altbürgermeister Dr. Klaus
Solmecke (vlnr) konnte der AWO-Ortsverein drei Persönlichkeiten
auszeichnen, deren Wirken und Schaffen zahlreiche Spuren in
Gevelsberg hinterlassen hat.
Es
war ein Nachmittag der Begegnungen und des Gespräches, bei dem
schnell sichtbar wurde, welch lokale Anlaufstelle ein solcher
Ortsverein für die Menschen doch sein kann und welchen Beitrag er
zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement für
unterschiedlichste Zielgruppen – ob Kinder, Jugendliche, Eltern,
Senioren, Migranten oder Menschen mit Behinderung leistet. André Sicks