an der vhs Ennepe-Ruhr-Süd zeigt, wie
praxisnah und bedarfsorientiert Bildungsangebote entstehen können:
In einem eingerichteten Zeitslot hatten Mütter von Kindern mit
Beeinträchtigung die Möglichkeit, das zukünftige Kursprogramm
aktiv mitzugestalten.
Dem
Termin ging eine Erprobungsphase voraus. Die teilnehmenden Mütter
hatten zuvor verschiedene Kurse an der Volkshochschule
Ennepe-Ruhr-Süd mit ihren Kindern getestet und konnten so eigene
Erfahrungen sammeln. Auf dieser Grundlage wählten sie im nächsten
Schritt gezielt aus, welche Angebote sie als passend und
unterstützend für sich und ihre Kinder empfanden.
Im
gemeinsamen Austausch wurden diese Erfahrungen ausgewertet. Die
Mütter benannten konkrete Kurse, die sich aus ihrer Sicht bewährt
haben und weitergeführt werden sollten. Darüber hinaus brachten sie
eigene Ideen und Anregungen für neue Angebote ein, die sich stärker
an ihren Bedürf-nissen orientieren. Die
vhs Ennepe-Ruhr-Süd lädt damit die Bürgerinnen und Bürger dazu
ein, die bedarfsgerechte Planung von Bildungsveranstal-tungen mit zu
gestalten.
„Die
Perspektiven der Teilnehmerinnen sind für unsere Programment-wicklung
besonders wertvoll“, so Melanie Beinert, Leiterin der vhs. „Durch
den direkten Austausch erhalten wir wichtige Impulse, um unser
Angebot noch passgenauer zu gestalten und wir laden alle Bürgerinnen
und Bürger ein, sich mit Anregungen zu Kurswünschen einzubringen.“
Daisy
Dekker und Janina Büddecker freuen sich sehr über die Möglichkeit
der Mitgestaltung – insbesondere aufgrund der wertvollen
Erkenntnisse, die sie durch ihre besonderen Kinder gewinnen durften.
„Wir hoffen, dass auch andere Eltern mit besonderen Kindern die
Chance nutzen, die dieses Angebot bietet. Für die Kinder im Ergebnis
und für die Eltern bereits im Vorfeld ist es einfach großartig zu
erleben, dass Ideen, die im Familienalltag entstehen, hier
tatsächlich aufgegriffen und umgesetzt werden“, sagt Daisy
Dekker. Dem fügt Janina Büddecker hinzu: „Ich freue mich sehr,
dass wir und unsere Kinder wirklich gesehen werden und dass wir so
viele tolle Aktionen mit der vhs und Melanie Beinert auf den Weg
bringen können und so das Thema Inklusion sichtbarer machen können."
Daisy
Dekker (links) und Janina Büddecker – zwei Mütter, die gemeinsam
mit dem Team der Volkshochschule neue
Angebote für Familien mit beeinträchtigten Kindern aktiv mitgestalteten.
Das
Beteiligungsformat ist Teil eines kontinuierlichen
Entwicklungspro-zesses mit dem Ziel, Zugänge zu Bildungsangeboten
weiter zu verbessern und unterschiedliche Lebensrealitäten stärker
zu berücksichtigen. Die Ergebnisse des Treffens werden in die
Planung der kommenden vhs-Programme einfließen.
Hier einige Ausblicke auf geplante Veranstaltungen
Actionpainting
– für Eltern mit Kindern: Farbe kann auch anders auf einer
Leinwand ankommen als mit dem Pinsel aufgetragen. Mit einer
Zahnbürste, als Blase, mit den Händen und Füßen oder in Form
eines Wasserballons. Der Kurs ist so gestaltet, dass er inklusiv
zugänglich ist und jede:r Teilnehmende in seinem Tempo erleben kann.
Es wird wild, bunt und matschig. Dieser Kurs wird zweimal in 2026 und
einmal in 2027 angeboten.
Inklusives
Kreativfestival: Am 19. Juni 2026, von 15:00 bis 18:00 Uhr, laden wir
50 Eltern-Kind-Paare zu einem inklusiven Kreativfestival ein. Es
erwarten Sie vielfältige Workshops – von Action Painting über
experimen-telle Portraitfotografie bis hin zu Malen mit den Füßen
und kreativem Upcycling – ganz nach ihrem Tempo.
Das
neue digitale Gesprächsformat „WissensWohnzimmer“ lädt Eltern
zu abwechslungsreichen Onlineveranstaltungen am Abend, mit Themen,
die sich rund ums Kind und das Familienleben drehen, ein. Das Angebot
„Stark für mein Kind – Wege und Hilfen bei Beeinträchtigung“
findet am 16. Juli 2026 statt und richtet sich an Eltern und
Angehörige, die nach Orientierung und Unterstützung suchen, wenn
ihr Kind eine Behinderung oder Beeinträchtigung hat. Weitere Abende
befassen sich ebenso digital und dialogisch mit Themen wie
Kinderimpfungen, Ernährung und Umgang mit digitalen Medien, jeweils
mit Fachexpertinnen und -experten sowie Raum für persönlichen
Austausch. Auch Kurse zum Erlernen von lautsprach-unterstützenden
Gebärden können angeboten werden.
Darüber
hinaus entstehen weitere in-klusive Bewegungs- und
Entspannungs-angebote. Nach den Sommerferien 2026 startet im
Schwimmbad Alte Geer ein inklusiver Schwimmkurs am Montag, der sich
gezielt an Kinder mit Beeinträch-tigungen richtet.
In Schwelm sind
zudem zwei neue Eltern-Kind-Kurse geplant: ein Tanzan-gebot für
Kinder mit Beeinträchtigungen mit ihren Eltern, das Freude an
Bewegung und Musik vermittelt sowie ein Entspannungskurs mit
Klang-schalen, bei dem Kinder gemeinsam mit ihren Eltern zur Ruhe
kommen und neue Formen der Entspannung kennenlernen können.
Im
Herbst 2026 ist außerdem ein Eltern-Kind-Workshop geplant, der sich
rund um Trommeln und Klangerfahrungen dreht. Spielerisch können
Kinder und Eltern gemeinsam verschiedene Instrumente ausprobieren,
Rhythmen entdecken und neue Klangerfahrungen sammeln. vhs Ennepe-Ruhr-Süd



