findet der Internationale Frauentag statt. Seit 1911
feiern Frauen diesen Aktionstag, um weltweit auf Frauenrechte und die
Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen. Er würdigt
mitunter auch die Errungenschaften der Frauenbewegung, verweist
zugleich aber auch auf fortbestehende Diskriminierungen und ruft dazu
auf, sich weiterhin für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Der
8. März, er steht somit für historische Kämpfe und aktuelle
Debatten. Anlässlich
des Internationalen Frauen-tags hatte die Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt Gevelsberg Nora Nörenberg am Freitag, den 13. März, zu
einer literarisch-musikalischen Revue ins Bür-gerhaus „Alte
Johanneskirche“ einge-laden, bei der sich die Schauspielerin Jutta
Seifert mit ihren Gästen auf eine Zeitreise durch die Jahrzehnte,
die Geschichte der Frau, der Gleichberechtigung und durch das Leben
begab. „Angebissen!“
sei eine One-Woman-Show, die sich mit der Rolle der Frau und der
Gleichstellung befasse, brachte es Nora
Nörenberg auf
den Punkt und versprach vor Beginn jede Menge bissige Unterhaltung
rund um die
Frauenfrage,
die Liebe, das Leben und die Gewürze dazwischen.
Anlässlich
des Internationalen Frauentags durften die Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt Gevelsberg, Nora Nörenberg, und die 1. stellvertretende Bürgermeisterin, Sonja Dehn, zahlreiche Gäste im
Bürgerhaus „Alte Johanneskirche“ zur Veranstaltung „Angebissen!“
begrüßen.
Eine Generation nach den Frauen, die sich von ihren Korsetts befreit hatten, betätigte sie sich als Trümmerfrau, die später ihre verstaubte Kleidung mit dem Petticoat tauschte und Rock`n Roll tanzte bis zur Hippie-Aufmachung. Jutta Seifert brachte auf ihrer Zeitreise auch zum Ausdruck, dass Frau in den 1970ern eine gute Hausfrau und makellose Gattin sein musste. Witzige Benimm-Regeln für sie hatte der „Club der freien Radikalen“ parat. Nachzu-lesen in der Frauenzeitschrift „Brigitte“, wo sich Sätze wie „Machen Sie sich interessant für ihn“, „Seine Themen sind wichtiger als ihre“ oder „Halten Sie den Haushalt tadellos in Ordnung“ ließen das Publikum ein wenig er-schaudern. Doch die Frau war mittler-weile nicht mehr das schwache Geschlecht. In den 80ern hatten sich die Frauen ein Stück weit emanzipiert.
Jutta
Seifert spielte in ihrer Revue singend, spielend und rezitierend mit
den weiblichen Klischees von der Diva, dem Vamp bis zur braven
Hausfrau. Wobei sich der Titel „Angebissen!“ übrigens auf jenen
Apfel bezog, in den sie am Ende „kraftvoll hineinbeißen“ wollte.
Was ihm fehlte war allerdings eine kleine Schnitze: 16 Prozent, sagte
Seifert und klärte darüber auf, dass genau dies dem „Gender Pay
Gap“, die Lohnlücke in der Bezahlung zwischen Mann und Frau,
entspräche. Mit leiser Ironie drückte sie abschließend die
Hoffnung aus, dass zukünftige Gene-rationen von Frauen irgendwann
einmal den gleichen Lohn wie die Männer erhalten würden.
Nach
rund 70 Minuten endete eine unterhaltsame und abwechslungsreiche
Reise, die die Gäste mit begeistertem Applaus honorierten und zum
Nachdenken anregte sowie zum Dialog motivierte. Und auch die
Gevels-berger Gleichstellungsbeauftragte zeigte sich glücklich und
zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und zog dem Titel
entsprechend das Fazit: „Das Publikum im Bürgerhaus hat begeistert
angebissen." André Sicks









