nahm Harald Kornowski bei der
Jahreshauptversammlung der Kirmes-gruppe „Aechter de Biecke“ die
ihm verliehene Auszeichnung zum Ehrenvorsitzenden an. Einstimmig
hatten sich die zahlreich anwesenden Mitgliederinnen und Mitglieder
am 14. März in der Gaststätte „Am Rosendahl“ dafür
ausgesprochen.
Seit
1999 gehört der 69-jährige
(die siebte Null begrüßt er übrigens am 11. Mai) der
Kirmesgruppe „Aechter de Biecke“ an. Rasch wurde Harald Kornowski
in den Vorstand gewählt. Zunächst als Kassenwart, danach als 2.
Vorsitzender und später kürte man ihn zum Chef der Truppe, deren
offizielle Gründung am 12. Februar 1950 erfolgte. Rechtzeitig vor
dem 2. Kirmeszug nach dem Kriege, auf Initiative von Adolf Schlieper
und in Anwesenheit von 20 Kirmesfreunden in der Gaststätte Lind.
25
Jahre hat Harald Kornowski als 1. Vorsitzender die Geschicke der
Aechterbieckschen
maßgeblich geprägt und sie erfolgreich zu neuen Ufern geführt. Unvergessen bleibt zum Beispiel seine beste heimatbezogene
Darstellung als Einzel-gänger mit der Dar-stellung „Oma Kren-kels
kleines Kauf-haus“. Genauso wie die Wagendarstellung
„Kornbrennerei ge-stern und heute“, die 2012 ebenfalls mit dem
Preis für die beste
heimatbezogene Darstellung ausge-zeichnet wurde. Eines der wohl
erfolgreich-sten Jahre war zweifelsohne 2019. Hier belegte die KG
„Aechter de Biecke“ mit ihrer Wagendarstellung „Disneys Der
König der Löwen“ den 3. Platz, selbigen in der Kategorie
„Einzelgänger“ zu dem Motto „Soll es chaotisch sein, ladet
Uschi zum Umzug ein“ und bei der Bewertung zur besten Fußgruppe
eroberte man mit der Darstellung „Uns hält keiner im Zaum, wir
fällen jeden Baum“ sogar den obersten Podestplatz und erhielt
zudem auch noch den Pokal für die beste heimatbezogene Darstellung.
Im
vergangenen Jahr feierte die Kirmesgruppe „Aechter de Biecke“ ihr
75-jähriges Bestehen und stellte aus diesem Grund beim Kirmeszug auf
humoristische Weise noch einmal ihre Geburtsstunde nach.
Dass
in Harald Kornowski irgendwann einmal das Kirmesfieber ausbrechen
würde, war schon vor seiner Geburt vorprogrammiert. Denn seine
Eltern Otto und Hiltraut waren ebenfalls Kirmesfreunde und vererbten
ihrem Sohne natürlich die entsprechenden Gene. Der Vater gehörte
der ehemaligen Kirmesgruppe „Juliushöhe“ an, die Mutter zog es
viel mehr zu den Karussells. Besonders beliebt bei Ihr – das „Round
Up“ auf dem Innenhof der Kornbrennerei. Die Mittelstraße, an
historischer Stätte wo einst die bekannte Metzgerei
Bröking-Hunsdieck ihr Geschäft hatte, ist bis heute die Heimat von
Harald Kornowski. Hier eröffnete er mit den Aechterbieckschen im
Jahre 2000 auch den letzten Kirmes-Bierkeller vor dem Tunnel. Eine
gemütliche Location, die bei Kirmesbesuchern schnell Kultstatus
erreichte. 2018 ernannte ihn der damalige Dorfschulze Sascha Hilger
zum Blaukitteltäger, 2023 wurde als 44 „Ritter von Hopfen und
Malz“ in die ehrwürdige Tafelrunde aufgenommen. Und jetzt, nachdem
er im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz an Uwe
„Mecky“ Jung übergab, die Auszeichnung zum Ehrenvorsitzenden.
Kein Wunder, dass ihn die Versammlung bei solch langjähriger,
erfolgreicher Kirmeserfahrung mit donnerndem Applaus und stehenden
Ovationen feierte.
2023
erhielt Harald Kornowski den „Ritterschlag“ und wurde damit
offiziell in die Tafelrunde der „Ritter von Hopfen und Malz“
aufgenommen.
Was
den weiteren Verlauf der harmonischen Jahreshauptversammlung betraf,
bei der übrigens keine Wahlen zum Vorstand auf der Tagesordnung
standen, da wurde lediglich Lars Kornowski als Kassenwart einstimmig
entlastet. Für die KG „Aechter de Biecke“ galt es vielmehr schon
einmal die genauen Weichen
für die neue Kirmessession zu stellen. Mit viel Schwung wollen die
Kirmesaktiven als Wagenthema ein Skiparadies im Buchenberg auf die
Beine stellen. Auch eine Fußgruppe sowie ein Einzelgänger werden
beim Kirmeszug an den Start gehen. Auf die ab-schließende Frage, was
denn deren Themen seien, da antwortete Geschäftsführer Peter Weinrich
kurz und knapp: „Diese
Katze lassen wir zu einem späteren Zeitpunkt aus den Sack“. André Sicks
