wie das der Freiwilligen
Feuerwehr. Die Kameradinnen und Kameraden leisten stets eine
hoheitliche und unverzichtbare Arbeit für die Bürgerinnen und
Bürger der Stadt Gevelsberg.
Mit
insgesamt 329 Feuerwehrangehörigen ist die Feuerwehr Gevelsberg zur
Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung gut aufgestellt.
Was sich in den 798 Einsätzen widerspiegelte, zu denen man im
letzten Jahr angefordert wurde. Der stellvertretende Leiter der
Feuerwehr, Stadtbrand-inspektor Stephan Breger, berichtete unter
anderem davon, dass man im Rahmen dieser Einsätze 21 Menschen retten
konnte, für eine Person sei leider jegliche Hilfe zu spät gekommen.
Weiter erläuterte er, dass mit 112 Brand-einsätzen diese um 50%
abgenommen hätten, die techni-schen Hilfeleistungs-einsätze indes mit
549 Einsätzen deutlich zu-genommen hätten. „Das zeigt, dass die
Änderung der Bauord-nung und der fortschrei-tende vorbeugende
Brandschutz Wirkung zeigen.“ Die Steigerung der technischen
Hilfeleistung zeige aber auch, dass die Selbsthilfefähigkeit bei den
Menschen abnehme. „Kleinste Beeinträch-tigungen im Leben führen
immer öfter zur Alarmierung von Einsatzkräften.“ Hocherfreut ist
man über den starken Feuerwehrnachwuchs mit 74 Mitgliedern bei der
Kinder- und Jugendfeuerwehr.
2025
– ein Jahr, bei dem man es mit Unterstützungswillen, Flexibilität
und Zusammenhalt geschafft hätte, dass die hauptamtliche Wache aus
RTW, Löschfahrzeug und Drehleiter 365 Tage ohne einen Ausfall der
Gevelsberger Bürgerschaft zur Hilfe geeilt sei. Als signifikante
Ereignisse dokumentierte Brandoberinspektor Dr. Robert Refflinghaus,
unter anderem den am 16. März 2025 gemeldeten Wohnhausbrand in der
Schlebuscher Straße, der für einen Großeinsatz der gesamten
Feuerwehr Gevelsberg bis in die frühen Morgenstunden sorgte und bei
„dem wir mit einer Drehleiter der Feuerwehr Wetter unterstützt
wurden“. Nicht zu vergessen der Teileinsturz des Daches eines
dreigeschos-sigen Wohnhauses in der Hagener Straße am 11. Oktober
2025, der einen 33 stündigen Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem
Hilfs-werk, Rettungsdienst und Polizei auslöste. Zeitweise drohte das
gesamte Dach des Gebäudes auf die Hauptverkehrsader in Gevels-berg zu
stürzen. „Bei den lau-fenden Maßnahmen wurden wir durch Einheiten
aller Feuerwehren aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis, der Feuerwehr
Bochum und der Feuerwehr Dortmund unter-stützt.“ Aufgrund akuter
Einsturz-gefahr wurde zur Sicherung des Gebäudes und zur Bergung der
Trümmerteile, so Refflinghaus, ein Kran der Feuerwehr Bochum sowie
der Teleskopmast der Feuerwehr Dortmund eingesetzt. Parallel hätten
Drohnen der Feuerwehr sowie des Ennepe-Ruhr-Kreises die Einsatzstelle
überwacht.
Auch
im Hintergrund gab es eine Vielzahl an Aus- und Fortbildungen, bei
denen allein 6400 Stunden geleistet wurden – umgerechnet 4 Tage pro
Kopf. Zudem wurden drei neue Fahrzeuge angeschafft: Zwei
Mannschafts-transportfahrzeuge für die Löschzüge 2 und 3 sowie den
Gerätewagen Logistik für die Versorgungskomponente, der
insbesondere zum Transport von schwerem Einsatzmaterial, Geräten und
Löschmittel genutzt werden kann. Die drei Fahrzeuge wurden von
Bürgermeister Claus Jacobi feierlich übergeben, und insbesondere
die Einsatzkräfte wurden im Anschluss von Notfallseelsorger Michael
Fallenstein geweiht und gesegnet. Hinzu kam auch noch ein
selbstgebasteltes Mini-Hilfelöschfahrzeug für die Bambinis, ein
Geschenk der Familie Hasenohr, was zukünftig zur Sicherstellung des
löschenden Nachwuchs im Bereich Spiel und Spaß dienen soll. Nach
kurzer Pause ging es zum Höhepunkt der Veranstaltung, es standen
zahlreiche Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen an.
Im
Beisein von Bürgermeister Claus Jacobi, den zuständigen
Einheitsführern (Sven Böhle – Löschzug 2, Nico Reschop –
Löschzug 3 und Hartwig Luig – Leiter Versorgung) und dem
Betreuerteam der Bambinis vollzog Notfallseelsorger Michael
Fallenstein die feierliche Übergabe der Fahrzeuge.
Unter
dem Applaus der zahlreich anwesenden Ehrengäste aus Politik und
Blaulichtorganisationen, darunter eine Delegation aus der
französischen Partnerstadt Vendȏme an der Spitze, ernannte die
Wehrführung Reem Alhasan, Özkan Benzer, Tim Dietrich, Stephanie
Elsässer, Sabine Heider, Chantal Hesse, Beate Nolzen-Behrend, Tobias
Preuß, Sabine Rethschulte, Moritz Reschop und Tanja Schürkamp zum
Feuerwehrmann bzw. Feuer-wehrfrau. Jolina Heider und Jonas Lauer
wurden zur Oberfeuerfrau bzw. -mann befördert. Den Titel
Hauptfeuerwehrmann verlieh man Patrick Wichmann. Zur Beförderung zum
Unterbrandmeister kamen im direkten Anschluss Tobias Bensch, Mark
Elsässer, Tom-Felix Grunert, Heiko Kalthoff, Sascha Krause und
Torben Schäfer nach vorne. Im nächsten Schritt befand man sich im
Bereich der nächsten Führungskräfte: Hier wurden Björn Heider und
Katja Klaus zum Brandmeister und -meisterin, Timo Nitsche zum
Oberbrandmeister und Christian Buder zum Hauptbrandmeister ernannt.
Last but not least bekamen Nina Hagemann und Nils Maystädt den
Dienstgrad der Brandinspektorin bzw. des Brandinspektors und
Anna-Lisa Kowalski sowie Marcel Kühnhauser den eines
Brandoberinspektors ver-liehen.
Damit
Feuerwehr funktioniert, so Brandrat Falk Ramme, müssten an vielen,
verschiedenen Stellen Menschen Aufgaben und insbesondere
Verantwor-tung übernehmen. „Daher kommen wir nun zu den
Entpflichtungen aus und der Ernennung in Funktionen.“ Entpflichtet
wurden Florian Hansen, Sandra Kirsch, Lena Taake, Matthias Wiemann
sowie Niklas Barth, Maik Benken-stein, Björn Heider und Franziska
Schönfeld. Die letzten vier werden zusammen mit Jolina Heider, Tom
Felix Grunert und Heiko Kalthoff neue Aufgaben und die damit
verbundene Verantwortung im Bereich der Lösch-züge und Sondergruppen
übernehmen.
Den
entpflichteten Kameradinnen und Kameraden dankte die Wehrleitung für
deren Engagement; den Verpflichteten wünschte man viel Glück für
die ihnen nun zugewiesen Aufgaben.
In
diesem Jahr war es auch wieder an der Zeit, dass mit Reiner
Locatelli, Uwe Wolfsdorff und Andreas Scholz Venus altgediente
Kameraden in die Ehrenabteilung überwiesen wurden. „Drei Namen –
über 100 Jahre an Erlebnissen und Erfahrungen“, so Ramme. Zum
Übertritt wurde dem anwesenden Andreas Scholz Venus eine Laudatio
gehalten, bevor sich in den Kreis der Kameraden begab.
Den
Höhepunkt bildeten fünf ganz besondere Ehrungen, vollzogen durch
Bürgermeister Claus Jacobi und Ralf Tonetti. Während das
Gevelsberger Stadtoberhaupt die Kameradin Anna Lisa Kowalski
(Löschzug 1) für 25 Jahren sowie die Kameraden Gunnar Falk
(Löschzug 1), Christian Hasenohr (Hauptamt) und Michael Zappe für
35 Jahren im Dienste der löschenden Zunft auszeichnete, konnte
Kamerad Carsten Kaminski seine Auszeichnung für eine 40-jährige
Zugehörigkeit bei der Feuerwehr Gevelsberg aus den Händen des
stellvertretenden Präsidenten vom Kreisfeuerwehrverband
entgegennehmen.
Die
letzte Ehrung war eine ganz be-sondere und galt dem Leiter des
Fach-bereichs 1 und zugleich Kämmerer der Stadt Gevelsberg, Andreas
Saßen-scheidt. „Sie waren an zentraler Stelle daran beteiligt, der
Feuerwehr auch in schwierigen Zeiten das an die Hand zu geben was Sie
braucht – ob technisch, oder personell“, sagte Feuerwehrchef
Ramme und dankte ihm zugleich für seine fast 20-jährige
Zuständigkeit für den Bereich Feuerwehr. „Andreas Saßenscheidt
verlässt die Stadtverwaltung Gevelsberg nach über 45 Jahren, und
war – so kann auch ich es aus meiner Erfahrung sagen – immer
ansprechbar, ein verlässlicher Partner.“ Als kleines Dankeschön
erhielt er für seine Reisen einen personalisierten
Feuerwehr-Kulturbeutel sowie einen Feuerwehrhelm mit Unterschriften
von Weggefährten.
Und
damit neigte sich dann auch die Jahresdienstbesprechung 2026 ihrem
Ende zu und Falk Ramme ließ die Teilnehmenden in seinem Schlusswort
wissen, dass „jeder von uns hier im Raum, an unterschiedlicher
Stelle, eine wichtige Aufgabe hat, aber auch eine persönliche,
gesellschaftliche Verant-wortung“. Und es sei an der Zeit, dass man
sich noch intensiver mit Aufgaben wie Zivilschutz,
Bevölkerungsschutz, Katastrophenschutz, Selbst-hilfe, Resilienz von
kritischer Infrastruktur, aber auch mit der Resilienz „unserer
freien, demokratischen, an humanistischen Werten orientierten
Gesellschaft“ befasse. Anpacken, Flagge zeigen, helfen, retten,
schützen – kann, will und muss jeder, das könne man aber am
Besten nur gemeinsam! Die Feuerwehren leisten hier ihren Beitrag,
nicht nur zur Gefahrenabwehr, sondern auch im gesellschaftlichen
Leben und sozialen Gefüge, oder in der Zukunftsgestaltung mit der
Kinder- und Jugendarbeit. Vielen Dank an die Ehrengäste für Ihre
Anwesenheit, mit denen Sie unsere Mitglieder ehren!“ André Sicks
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