um 11:00 Uhr in ganz
Nordrhein-Westfalen und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis lautstark zu
hören sein. Ein weiteres Mal findet dann landesweit der Warntag
statt – seine Premiere hatte er 2018 erlebt.
„Damals
wie heute gibt es vor allem zwei Gründe für diesen Probealarm. Für
uns ist der Termin beste Gelegenheit, Technik und Abläufe zu testen
und an die Adresse der Bürgerinnen und Bürger wird kommuniziert,
was die Sirenensignale bedeuten und wie sie sich verhalten sollten",
unterstreicht Martin Weber, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der
Kreisverwaltung, die Bedeutung des Warntages.
Die
118 Sirenen in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen,
Her-decke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten werden am
Donnerstag zeitgleich aus der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus
ausgelöst werden. Die Warnungen, die über Warnapps und
Cell-Broadcast auf den Smartphones landen, steuert der Bund über das
Bundesamt für Bevöl-kerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Der
Probealarm ist wie immer dreiteilig. Ertönen sollen die Sirenen
dabei um 11:00 Uhr, um 11:05 Uhr und um 11:10 Uhr. Teil eins und drei
bestehen aus einem einminütigen Dauerton, Teil zwei aus einem
Heulton, der eine Minute an- und abschwillt. Der Dauerton bedeutet
Entwarnung, der Heulton ist die Aufforderung, sich schnellstmöglich
über den Anlass für die Warnung zu informieren.
„Wer
tagsüber eine Sirene hört oder nachts von ihr aus dem Schlaf
gerissen wird, dem soll wieder klar sein: Mir droht Gefahr", so
Weber. Mitteilungen und Verhaltenstipps würden Bürgerinnen und
Bürger im Ernstfall unter anderem über Warn-Apps, den Rundfunk und
die Informationskanäle der Stadt- und Kreisverwaltungen erhalten.
„Um
sie auch im Falle eines Stromausfalls nutzen zu können, sollte jeder
vorbereitet sein. Stichworte sind hier Batterien, geladene Powerbanks
oder auch Kurbelradios", spricht Weber sich klar dafür aus, im
eigenen Interesse frühzeitig vorzusorgen. Vor diesem Hintergrund
rückt der Warntag dieses Mal auch das Thema „Selbstschutz" in
den Fokus. Je größer die individuelle Vorsorge, desto besser ist
jeder einzelne in der Lage sein Leben zu schützen, Schäden zu
begrenzen und Einsatzkräfte zu entlasten. Wenn das im Ernstfall
funk-tionieren soll, gilt es für Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld
von extremen Wetterlagen, Naturereignissen oder Ausfällen von Strom
und Trinkwasser mit dem Vorbereiten zu starten.
Die
Beschäftigten der Abteilung Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung
werben bei Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig für Selbstschutz
und das Vorbereiten auf extreme Wetterlagen, Naturereignisse oder den
Ausfall der Strom- und Trinkwasserversorgung.
Wie
dies aussehen könnte und sollte, dazu liefern Broschüren des BBK
(„Für den Notfall vorgesorgt") und des Landes NRW
(„Selbstschutztipps für den Katastrophenfall"). Detailliert
aufgeführt sind dort beispielsweise die Mengen von Trinkwasser und
Nahrungsmitteln, die notwendig sind, um eine gewisse Zeit ohne fremde
Hilfe auskommen zu können. „Darüber hinaus liefern die Broschüren
noch zahlreiche weitere Tipps dazu, was man im Falle des Falles in
Reichweite haben sollte", wirbt Weber für mehr als einen Blick
in die Druckwerke. Die „Selbstschutztipps für den
Katastrophenfall" haben Beschäftigte der Abteilung
Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung in den letzten Monaten bei
zahlreichen Veranstaltungen direkt an Bürger-innen und Bürger
verteilt. Dies soll fortgesetzt werden – jederzeit zu finden ist
die Broschüre auf der Internetseite der Kreisverwaltung
(www.en-kreis.de), Stichwort „Selbstschutztipps")
Stichwort Cell Broadcast
Warnnachrichten
direkt auf alle Mobiltelefone derjenigen senden, die sich in einem
Gefahrenbereich aufhalten – diese Chance bietet Cell Broadcast. Um
die Bevölkerung zu schützen, nutzen Bund, Land und
Ennepe-Ruhr-Kreis diese Technik seit Anfang 2023. Sie ist unabhängig
von Apps und Mobilfunk-anbietern, die Informationen werden vielmehr an
alle Handys geschickt, die zum Zeitpunkt der Alarmierung in den
Funkzellen des Warnbereiches eingeloggt sind.
Ab
sofort können jetzt über Cell Broadcast auch Nachrichten verschickt
werden, mit denen eine vorherige Warnung wieder aufgehoben wird. Mit
dieser Funktion, die für mehr Klarheit und vollständige
„Warnzyklen" sorgt, geht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe über die rechtlichen Vorgaben, die im Bund und
in der EU für Cell Broadcast gelten, hinaus. Ennepe-Ruhr-Kreis


.jpg)