in denen ein
Internetanschluss grundsätzlich vorhanden ist, die verfügbare
Bandbreite oder Verbindungsstabilität jedoch nicht ausreicht, um
heute gängige digitale Anwendungen wie Videokonferenzen und
Streaming-Angebote zuverlässig nutzen zu können. Im
Ennepe-Ruhr-Kreis gelten aktuell insgesamt 4.786 Adressen als
hellgraue Flecken. Die dort wohnen-den Bürgerinnen und Bürger können
absehbar aber auf Glasfaseran-schlüsse und damit sehr schnelle
Datenleitungen zurückgreifen.
Hintergrund:
Unter Federführung der Kreisverwaltung waren Mittel aus dem
Förderprogramm „Hellgraue Flecken" von Bund und Land
Nordrhein-Westfalen beantragt worden. Verwendet werden können die
insgesamt 49,99 Millionen Euro für Gebiete, in denen ein
wirtschaftlicher Ausbau durch private Anbieter nicht realisierbar ist
und wo daher eine Unterversorgung mit schnellen Internetverbindungen
besteht. Gemeinsam
mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren
Projektbeteiligten gab Landrat Jan-Christoph Schaberick jetzt mit
einem Spatenstich den offiziellen Startschuss für die Bauphasen.
Absehbar ist mit diesen für die Angeschlossenen ein spürbarer
Gewinn an Lebens-, Arbeits- und Freizeitqualität verbunden, digitale
Teilhabe wird noch flächen-deckender werden. Die
insgesamt 4.786 Adressen – nicht Haushalte –, die im
Ennepe-Ruhr-Kreis als hellgraue Flecken be-wertet werden, vertei-len
sich wie folgt auf die neun Städte: Bre-ckerfeld 418, Enne-petal 643,
Gevelsberg 265, Hattingen 1.025, Herdecke 409, Schwelm 444,
Sprockhövel 165, Wetter 442 und Witten 975.
Verlegt
werden die Glasfaserleitungen von der MUENET GmbH – das Unternehmen
konnte eine europaweite Ausschreibung für sich entscheiden. Wichtig
für die Bürgerinnen und Bürger: Wenn sie Interesse an einem
Glasfaseranschluss haben, müssen sie bis zum 23. April auf ein
Schreiben von MUENET reagieren. Wer diese Frist verstreichen lässt
und sich erst später für eine Glasfaserleitung für seine Adresse
entscheidet, wird dies – anders als jetzt - selbst organisieren und
bezahlen müssen.
Haushalte,
die sich für einen Anschluss entscheiden, sind zudem nicht
gezwungen, direkt einen Vertrag mit einem Internetanbieter
abzuschließen. Vertragspartner muss auch nicht die MUENET GmbH sein.
Die mit den Fördermitteln errichtete Glasfaser-Infrastruktur steht
grundsätzlich allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung (Open
Access). Damit haben Bürgerinnen und Bürger eine Wahl zwischen den
Unternehmen, die ihnen an ihrem Anschluss Internetprodukte anbieten
werden.
Stichwort Rolle von Kreis und Städten
Federführend
hat der Kreis für alle neun Städte das Förderprojekt beantragt und
ist gegenüber den Fördergebern für die ordnungsgemäße Umsetzung
verantwortlich. Gegenüber der MUENET GmbH oder dem beauftragten
Tiefbauunternehmen haben Kreis und Städte jedoch kein direktes
Weisungsrecht.
Erster
Ansprechpartner für alle Fragen rund um Bau, Technik und
Termin-planung ist daher MUENET, E-Mail: ennepe-ruhr@muenet.net,
Rufnummer: +49 (0) 25 41 / 9 00 97-56. Weitere Informationen finden
sich unter muenet-glasfaser.de/gebiete/ennepe-ruhr-foerderung/. Ennepe-Ruhr-Kreis


