wie zum Beispiel der Enkeltrick oder
Schockanrufe, sind ein weit verbrei-tetes Problem. Daher war es dem
VdK Gevelsberg wichtig, Aufmerksamkeit dafür herzustellen. „Gerade
ältere Menschen müssen wissen, welche Betrugsmaschen es heutzutage
aktuell gibt und wie sie sich dagegen schützen können“, sagte
Hans-Christian Schäfer.
In
Vertretung für Organisator Peter Standschus konnte der
stellvertretende VdK-Vorsitzende gemeinsam mit Vorstandsmitglied
Ferdinand Meyer (verantwortlich für die Technik) nahezu 30
Teilnehmende beim VdK-Treff in der Sportalm Gevelsberg begrüßen. Es
ging diesmal darum, Seniorinnen und Senioren zu sensibilisieren, um
im Fall eines Betrugsversuchs die Situation einschätzen sowie
umsichtig und schnell handeln zu können.
Ein
Präventionsvortrag in Wort, Schrift und Bild, bei dem Senioren-lotse
Hans Jürgen Elte im Auftrag der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr die
unterschiedlichsten be-trügerischen Aktivitäten gegenüber älteren
Menschen darstellte. Gleich zu anfangs sagte er, dass Betrüger sich
genau diese Perso-nengruppe aussuchen würden, da sie leichter auf
deren Tricks herein-fallen würden und begründete es mit der
Tatsache, dass „die Opfer oftmals nicht gut informiert und einfach
zu verunsichern sind“. Die Maschen der Betrüger seien viel-seitig
und sie gingen meistens sehr raffiniert vor, um an das Geld ihrer
Opfer zu kommen
Beispielsweise
der Enkeltrick: Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht"
oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und
allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder
auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als
Grund, so sagte Hans Jürgen Elte, würde stets ein finanzieller
Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht. „Die Lage wird immer
äußerst dringlich dargestellt.“ Die Täter würden hierbei
inzwischen auch Messengerdienste wie beispielsweise WhatsApp nutzen,
um ihre Opfer zu Geldüberweisungen zu bewegen. Wer einen solchen
erhält, der solle misstrauisch sein und beim Anrufer Dinge
erfragen, die nur der richtige Verwandte / Bekannte wissen kann.
„Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen
Verhältnissen preis.“
Gespannt,
interessiert und wissbegierig lauschten nahezu 30 Teilnehmende beim
VdK-Treff in der Sportalm Gevelsberg dem Vortrag von Hans Jürgen
Elte.
Eine
weitere Betrugsart: Falsche Polizisten am Telefon. Hier sagte der
Seniorenlotse, dass die Täter für solch ein Telefonat eine
spezielle Technik nutzen würden, die während des Anrufs auf der
Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine
andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt – obwohl die
Anrufer meistens aus dem Ausland anrufen. Unter Vorwänden gelänge
es den Betrügern, ihren Opfern glaubwürdig zu vermitteln, dass ihr
Geld und ihre Wertsachen zuhause nicht sicher seien. Sie geben an,
dass ein Polizist in Zivil vorbei käme, um das gesamte Geld und
sämtliche Wertsachen „in Sicherheit" zu bringen. „Die
Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten und auch
niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 anrufen.“ Elte gab zu
verstehen, dass wer einen solchen Anruf erhalte, der solche
beharrlich Nachfragen stellen. „Fragen Sie ihr Gegenüber nach
seinem Namen, seinem Dienstgrad und seiner Dienststelle und rufen Sie
die betreffende Dienststelle an, um sich nach dem betreffenden
Polizeibeamten zu erkundigen.“ Nicht
zu vergessen, die sogenannten Schockanrufe. Dabei versuchen Betrüger
vorwiegend ältere Menschen um ihr Geld und ihre Wertsachen zu
betrügen und geben sich „am Telefon als Verwandte oder als ein mit
einem Vorgang betrauter Polizeibeamter oder Rechtsanwalt aus und
täuschen eine Notsituation vor“, erläuterte Hans Jürgen Elte
diese Art von Betrug. Die Anrufer würden dabei zum Beispiel von
einem Verkehrsunfall berichten, in dessen Folge ein Familienmitglied
sofort operiert werden müsse. Die Operation könne jedoch nur dann
durchgeführt werden, wenn sie vorher in bar bezahlt wird. Hans
Jürgen Elte wies darauf hin, dass die Behandlung eines Unfallopfers
niemals von einer vorherigen Zahlung eines Geldbe-trages abhängig
sei. Wenn man sich nicht sicher sei wer da gerade anruft und unter
Druck gesetzt fühle, so möge man sofort auflegen. „Rufen Sie den
betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.“
Nach
seinem Vortrag, der über die Maßen sehr gut bei den Teilnehmenden
ankam, bedankten sich der stellvertretende VdK-Vorsitzende
Hans-Christian Schäfer (links) und Vorstandsmitglied Ferdinand Meyer
(rechts) bei Hans Jürgen Elte.
Es
war ein Vortrag der über die Maßen sehr gut ankam. Und an dessen
Ende sich Hans Jürgen Elte ausreichend Zeit nahm, die ihm gestellten
Fragen kompetent zu beantworten. Allen war klar, Vorsicht, Misstrauen
und Vorbe-reitung seien die wichtigsten Schutzmaßnahmen. Denn nur wer
diese Regeln beachtet, könne Betrugs-versuche erkennen, verhindern
und im Ernstfall darauf schnell und richtig reagieren. André Sicks





