startete in vielen Haushalten
das große Reinemachen innerhalb der eigenen vier Wänden. Schränke
wurden dabei von den Wänden gerückt und oftmals sogar das Sofa
hervorgezogen, um darunter Staub zu wischen. Blitzt und blinkt es
erst einmal, dann fühlt man sich rundum wohl Wie aber sieht es mit
den heimischen Landschaften, der Natur, dem öffentliche Lebensraum
aus? Möchte man sich dort nicht auch wohlfühlen? Anscheinend nicht,
wenn man der Tatsache ins Auge schaut, das immer wieder Müll, leere
Dosen und Verpackungen, Zigarettenkippen oder Einwegflaschen von
einigen Mitmenschen achtlos ins Gebüsch geschmissen werden. Eine
kleine Auswahl dessen, mit dem Mutter Natur zu kämpfen hat. Um
auf diese Probleme hinzuweisen, findet alljährlich der „Gevelsberger
Hausputz“ statt, bei dem Schulen, Kindergärten, Vereine und
Organi-sationen freiwillig für mehr Sauber-keit in den Wäldern,
Parkanlagen sowie an Rad- und Spazierwegen plädieren, um das
Erscheinungsbild ihrer Stadt gepflegt erscheinen zu lassen. Eine
Aktion, die vor über 20 Jahren von der Umweltpädagogin Annette
Bußmann und dem ehemals städtischen Umweltbeauftragten Matthias
Sprenger ins Leben gerufen wurde und die sich binnen kürzester Zeit
zum Selbstläufer entwickelte. Man nahm damals sogar eine
Vor-reiterrolle im südlichen EN-Kreis ein, die viele Nachbarstädte
dazu beflügelte Ähnliches ins Leben zu rufen.
Während
Vereine und Institutionen ihren „Putztag“ am 7. März
verrichteten, machten sich die örtlichen Kindergärten, Grundschulen
sowie die Ferdinand-Hasenclever-Schule, die Gemeinschaftshauptschule
und das Städtische Gymnasium bereits einen Tag zuvor an die Arbeit.
„Wir wollen Vorbild sein, für die Leute, die hier alles dreckig
machen“, appellierten die Kinder und Jugendlichen in Richtung
Bürgermeister Claus Jacobi, der gemeinsam mit einigen
Wahlkreisinhabern, seinem Stellvertreter Stefan Biederbick und Helge
Mannott, Vorsitzender im Ausschuss für Stadtent-wicklung, Umwelt und
Wirtschaftsförderung, den einzelnen
Einrichtungen persönlich einen Besuch abstattete. Eine klares
Statement, wie er fand, dass deutlich machte, dass wenn junge
Menschen frühzeitig lernen keinerlei Müll in die Natur zu werfen
und diesen umweltbewussten Gedanken zusätzlich auch noch in ihre
Familien transportieren, so kann am Ende von einer erfolgreichen
Präventionsarbeit gesprochen werden.
Im
Beisein von Bürgermeister Claus Jacobi und Wahlkreisinhaberin Alba
Mazzotta Tiranno startete
man an der Georg-Müller-Schule mit einer musikalischen Einlage
aller Schülerinnen und Schüler in den „Gevelsberger
Hausputz“.
Ausgestattet
mit Müllsäcken und Handschuhen, die dankenswerterweise von den
Technischen Betrieben zur Verfügung gestellt wurden, schwangen über
900 junge „Putzteufel“ rund um ihr Schul- oder Kindergartenumfeld
den Besen. Binnen kürzester Zeit füllte sich dabei manch blauer
Müllsack mit Unrat, so dass am Ende des Großreinemachens für die
Kinder feststand: „Erwachsene sind Schweine!“ – so die
wortwörtliche Formulierung eines Schülers. Zum Abschluss des großen
Reinemachens gab es für die Müllsammler als kleines Dankeschön
gesunde Kost in Form von Äpfeln oder Müsliriegel. Die Grundschulen
erhielten zudem Freikarten für die Gevels-berger Frühkirmes am
Ennepebogen, gespendet vom Schaustellersprecher Andreas Alexius.
Rund
um das Schulzentrum West beteiligten sich die
Ferdinand-Hasenclever-Schule,
die Gemeinschaftshauptschule sowie das Städtische Gymnasium am
„Gevelsberger Hausputz“ und staunten nicht schlecht über die
Vielzahl an Müllsäcken die dabei zusammen kamen.
