Montag, 1. Oktober 2018

Im Schnitzelreich der Hippendörfer


Schaute man sich die letzten Monate innerhalb der Medienlandschaft einmal genauer um, bekam man immer mehr das Gefühl das vegetarisches oder veganes Essen der große Trend zu sein scheint.
Ging man aber mal an die Basis der Esskultur, so wie es die Feinschmecker an diesem Wochenende im Hippendorf taten, dann konnte man schnell feststellen, dass eine gutes Stück Fleisch für die meisten nach wie vor der Gipfel der Genüsse ist. Und irgendwie stimmte es dann auch, wenn einem gesagt wurde, das trotz allen Nachhaltigkeitsdiskussionen und Gammelfleischskandalen, Fleisch nach wie vor eines der hochwertigsten Lebensmittel ist und bleibt. 

Zehn Variationen ließen keinerlei Wünsche offen
Neben dem Spargelfest und dem Reibekuchenessen gehört die zweitägige Schnitzelparade der Kirmesgruppe „Hippendorf“ seit nun mehr elf Jahren zum festen Bestandteil im Gevelsberger Terminkalender. Hier finden die Gäste nicht nur Altbewährtes auf der Speisekarte, in jedem Jahr lässt sich der Maître de Cuisine, Gerd Laake, gemeinsam mit seinen fleißigen Küchengehilfen, immer wieder neue köstliche Schnitzel-variationen einfallen. „Wir probieren im Vorfeld etwas Neues aus, damit die Karte nicht zu eintönig wird“, verriet er und behielt am Ende damit recht. 
Während das Hubertusschnitzel, bei dem Champignons, Zwiebeln, Speck und ein Spiegelei den Teller zierten oder das Shrimpsschnitzel, wo sich Shrimps und feine Flusskrebse in einer würzigen Kräuterrahmsauce mit Tomaten und Knoblauch suhlten, eine Art Selbstläufer waren, präsentierte sich den Gästen das Bayerische Krautschnitzel erstmals als wahrer Gaumenschmaus. Die Kombination von Kraut, Hackfleisch. Leberkäse an einer schmackhaften Soße ließ bei ihnen ein wenig Oktoberfest-Gefühl aufkommen. Dazu noch ein kühles, frisch gezapftes Bierchen vom Fass – was wollte man mehr! 
Als Beilage zu seinem Schnitzel konnte man ent-weder Bratkartof-feln oder Rösti wählen und sich zwischen einem Bohnensalat sowie einem gemischten Salat entscheiden. „Uns ist es wichtig, das der Gast sein Gericht individuell aufeinander abstimmt. Nur so bekommt er am Ende sein perfektes, kulinarisches Rundum-Paket kredenzt“, verriet Gerd Laake und wendete mal eben gekonnt eine gut 120 Gramm schwere Fleischscheibe in der Pfanne. Nicht zu vergessen die Mousse au Chocolate oder die Pfeffer-Ananas, welche von der Nachtischfee im Vorfeld zubereitet worden waren und den krönenden Abschluss eines leckeren Essens in geselliger Runde bildeten.
Beide Abende waren sehr gut besucht, so dass man nach getaner Arbeit glücklich und zufrieden mit der gesamten Küchen- und Thekencrew auf den Erfolg anstoßen konnte. Wer meinte bei den Hippendörfern wäre jetzt erst einmal ausruhen angesagt, der irrte sich gewaltig. Hinter verschlossenen Türen laufen bei ihnen nämlich schon die Vorbereitungen für die bevorstehende Karnevals-Session 2019. Schließlich will man am Rosenmontag erfolgreich das Rathaus stürmen und Bürgermeister Claus Jacobi entmachten. Im Hippendorf hat man genug von schwerlastiger Kommunalpolitik, ihrer Meinung nach muss nun endlich mal wieder etwas Narrenfreiheit innerhalb der Verwaltung herrschen. Laut gemäht Hippe – aber Gevelsberger Jecken sind bekanntlich für jedwede Art an närrischen „Schandtaten“ bereit!  André Sicks