Freitag, 15. August 2025

Ach du dickes Ding!!!

Ursula Angermann hat ein großes Herz für Tomaten.
Eine Sorte hat es der rüstigen Seniorin besonders angetan: Und zwar die sogenannten Ochsenherztomaten. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um eine große Sorte aus der Familie der Nachtschatten-gewächse. In diesem Jahr reifte in ihrem heimischen Garten ein besonders großes Exemplar, wie sie es so bis dato noch nicht gesehen hatte. 
Die Hobbygärtnerin fasste sie sich ein Herz und erntete ihre Super-Tomate. Vorsichtig wurde dabei die rote Frucht mit einer Rosenschere abge-schnitten. In der Küche stand bereits eine Waage bereit. Der große Moment, ihre Augen auf´s Display gerichtet, ein Strahlen als darauf sage und schreibe 727 Gramm anzeigt wurden. „Solch ein großes, fruchtiges Exemplar habe ich bisher noch nie geerntet“, freut sich die 82-jährige.
 
Ursula Angermann fiel es wahrlich nicht leicht, das 727 Gramm schwere Exemplar ihrer selbst gezüchteten Ochsenherztomate zu ernten, um es kurz darauf für den Verzehr anzuschneiden. 

Tomaten anbauen kann eigent-lich jeder. Ob diese am Ende allerdings auch schmecken, das liegt vor allem am Dünger und am Wässern", sagt sie und kann es irgendwie immer noch nicht glauben, was ihre Waage anzeigt hatte. Vor Jahren hat sie damit angefangen, Tomaten-samen aus leckeren gekauften Tomaten zu sammeln, um diese dann zu züchten. „Im Februar säe ich sie immer in kleine Töpfchen aus.“ Als Dünger benutzt die Züchterin dabei Bio-Tomatendünger. Der Boden, so erläutert sie, würde zusätzlich noch mit dem eigenen Kompost vermischt. „Die fertigen Töpfchen platziere ich dann in Richtung Süd Ost an unserer Hauswand.“ 
Bei einer Tomatenzucht will vor allem das richtige Gießen gelernt sein. „Es ist entscheidend für Wachstum, Gesundheit und Resistenz“, verrät die Kennerin. Die Bewässerung, im Fall von Ursula Angermann geschieht dies mit gesammelten Regenwasser, sollte regelmäßig und langsam erfolgen, damit das Wasser die Erde gleichmäßig durchdringt, der Boden niemals durchtrocknet und die Wurzeln auch nicht ertränkt werden. „Ein guter Zeitpunkt zum Gießen von Tomaten sind die Morgenstunden.“ Um am Ende zu einem fruchtigen Ergebnis zu kommen, bedarf es Geduld und Zeit. „Und viel Liebe zur Natur“, ergänzt Angermann und spricht von ungefähr 65 Tagen. „Von der Befruchtung bis zur Reife.“
 
Was die kommende Ernte ihrer Ochsenherztomaten betrifft, da ist die Hobbygärtnerin schon jetzt guter Dinge und hofft auf ein noch schwereres und saftiges Exemplar des Nachtschattengewächses. 

Ochsenherztomaten haben eine dünne Schale, sind sehr aro-matisch, haben relativ wenig Saft, dafür viel festes Fleisch – wer sie einmal probiert hat, wird sie lieben", gerät Ursula Angermann für diese Sorte an Fleischtomate ins Schwärmen. Sie sagt, dass sie nicht nur lecker auf einer frischen Scheibe Brot schmecken, man können sie auch gut grillen oder füllen. „Und als Tomatensalat sind sie eine absolute Delikatesse“, fügt sie abschließend hinzu und hofft, das „jetzige Ergebnis“ in der nächsten Saison vielleicht noch um einige Gramm mehr toppen zu können.          André Sicks