und der 1.
Vorsitzende vom Gevelsberger Kirmesverein, Markus Loetz, mit seiner
traditionellen Countdown-Information: „Es sind noch 98 Tage bis zur
schönsten Nebensache der Welt“, die Monatsversammlung in der
Hauptwache der Gevelsberger Feuerwehr eröffnete. Deren Tagesordnung
war recht überschaubar, verlangte von den Teilnehmenden jedoch manch
wichtige Entscheidung.
Zunächst
einmal aber verkündete Loetzi hoch erfreut, dass alle Gruppen die
neue Betriebserlaubnis für ihre Wagen und Anhänger erhalten hätten,
die laut einem Erlass vom Land NRW ab sofort für
die Teilnahme an Brauchtumsveranstaltungen
erforderlich sei. Eine Aktion, die „uns allen im Vorfeld
Bauchschmerzen bereitet hat“, dank zahlreicher Unterstützer am
Ende aber „gerockt wurde. Solch Teamwork, so sagte er dankenswerter
Weise in Richtung aller Beteiligter, gäbe es nur in Gevelsberg. Es
hätte gezeigt, dass man eine große Kirmesfamilie sei, oder anders
ausgedrückt: „Vie sitt Kiärmis“.
Worte,
mit denen er gekonnt zum nächsten Tagesordnungspunkt überleitete,
die Hammerschmiedfete. Diese werde am 9. Juni 2025 um 11:00 Uhr in
der alten Schmiede von Ulrich und Ingrid Russmann stattfinden,
allerdings mit einer kleinen Änderung was das Teilnehmerumfeld
beträfe, sagte Markus Loetz. Es sei geplant, dass man dabei das
Hauptaugenmerk vermehrt auf die einzelnen Kirmesgruppen legen wolle,
um so das Ganze „ein wenig familiärer“ zu gestalten. Auf die
berechtigte Nachfrage von Bürgermeister Claus Jacobi, was dies denn
für die Vertreterinnen und Vertreter all jener Organisationen und
Institutionen bedeuten würde, die ihren „bedeutsamen“ Teil dazu
beitragen, dass man die Gevelsberger Kirmes überhaupt durchführen
könne, „das Ordnungsamt, die Technischen Betriebe, die Polizei,
Feuerwehr, das DRK und nicht zuletzt die Politik, die in diesem Jahr
immense Kosten für die Sicherheit ausgeben wird“, konnte der
GKV-Vorsitzende das Stadtoberhaupt beruhigen, da der Vorstand dies
natürlich berücksichtige.
Eine
weitere Neuheit in diesem Jahr ist die „Hammerschmied Kroatz-beere“.
Ein beeriger 20 % prozentiger Schnaps aus der Destillerie Habbel, den
man eigens kreiert habe, so Loetzi, und den die Gruppen ab April beim
Vorstand kostengünstig erwer-ben könnten, um ihn auf ihren
Sommerfesten oder sonstigen Events unter´s Volk zu bringen. Die
Erklärung, wieso es solch einen guten Tropfen gäbe, lag an der
Tatsache, dass der Gevelsberger Kirmesverein in diesem Jahr sein
65-jähriges Bestehen feiert. „Wir haben uns am 10. Oktober 1960
gegründet und da wollten wir natürlich etwas Beson-deres an den
Start bringen.“ Dass das Getränk aus dem Hause Habbel kommt, sei
mitunter der Tatsache geschuldet, dass „wir hier am 16. Mai
erstmals für die Kirmeskrugfete Einzug halten“, berichtete Loetz
und fügte hinzu, dass jede Kirmesgruppe auch diesmal wieder mit zwei
Personen daran teilnehmen könne und eine Wildcard für ein
U25-Mitglied erhielte. „Der Kostenbeitrag liegt bei 5 Euro pro
Karte, die Anreise erfolgt eigenständig.“
Mit
Blick auf den Kirmeszug entschied die Versammlung, dass man als
letzten Teilnehmer für den Gästeblock die Kung
Fu Schule „Hung Choy“ mit ihrem traditionellen chinesischen
Löwen- und Drachentanz aufnimmt. Somit dürfe man sich auf einen
bunten Zug freuen, wie Geschäftsführer Dirk Henning berichtete, bei
dem es unter anderem mit Gulliver auf Reisen geht, der Gürtel enger
geschnallt werden müsse und sich erstmalig auch der Gegenkandidat
von Bürgermeister Claus Jacobi dem jubelnden Kirmesvolk präsentiere.
Zur Freude aller verkündete „Henne“, dass die Kirmesgruppe
„Fidele Vogelsanger“ in diesem Jahr als „Wischmopps“ mit
einer richtigen Fußgruppe am Start sein werde.
Nicht unerwähnt ließ er, dass es der Spielleute-Vereinigung
Gevelsberg gelungen sei, die Anzahl der teilneh-menden Musikzüge im
Kirmeszug noch einmal zu erhöhen. „Waren es 2024 sieben an der
Zahl, so werden es in diesem Jahr vielleicht über 12 sein.“
Im vergangenen Jahr präsentierte die Kirmesgruppe „Fidele Vogelsanger“ nur ihre Standarte; in diesem Jahr bringt der Gevelsberger Stadtteil eine Fußgruppe an den Start.
Was
folgte, war der Tagesordnungspunkt „Kirmes Opening“. Ein heikles
und brisantes Thema, da die Vorbereitungen für den neuen Kirmesabend
ins Stocken geraten waren. Was unter anderem daran lag, dass von
Seiten einiger helfender Unterstützer die geplante Neuerungen
abgelehnt wurden. Man diesbezüglich sogar mit dem Gedanken spielte,
den Veranstaltungsort zu wechseln. Dem wolle und müsse man
entgegentreten, hieß es aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer,
denn letzten Endes sei der Kirmesverein der Ausrichter der
Veranstaltung- „Wir dürfen uns hierbei den Hammer nicht aus der
Hand nehmen lassen“, brachte es Peter Konze von der Kirmesgruppe
„Im Dörnen“ auf den Punkt. „Ein neues Konzept bedarf
keinesfalls einer neuen Location, viel wichtiger ist eine gute
Marketing-strategie“, schaltete sich Bürgermeister Claus Jacobi in
die Diskussion ein und appellierte eindringlich an alle, man möge
schon jetzt die Werbetrommel kräftig rühren, damit am 14. Juni „die
Halle West voll ist“ und alle nach einem kurzen offiziellen
Programm zu den Klängen der Band „Leckerer Nudelsalat“ so
richtig Party machen und sich auf die schrägste Kirmes Europas
einstimmen könnten. Getreu dem Motto: „Ende Juni das ist fix, gibt
es Kirmes und sonst nix“.
Es
gab einige Entscheidungen von den Versammlungsmitgliedern zu treffen;
die im Vorfeld dem Vorstand, allen voran Geschäftsführer Dirk
Henning (links) sowie dem 1. Vorsitzenden Markus Loetz (mitte), ein
wenig Kopfschmerzen bereiteten.
Beim
Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichteten Petra
Ellerkmann und Melanie Gusowski, dass sich 10 Kirmesgruppen bereit
erklärt hätten, vom 10. bis 14. April den Bierstand auf der
Frühkirmes am Ennepebogen zu unterhalten. Für das Personal hätten
die Gruppen mittlerweile auch die Anzahl der mithelfenden Personen an
den Vorstand gemeldet, ent-sprechende Schichtpläne „werden wir nun
erstellen und weiterleiten“ so die beiden Beisitzerinnen. Neue
Meldungen hinsichtlich der alljährlichen Ehrungen gab es diesmal
keine. Bevor der Vorsitzende Markus Loetz die Versammlung um 20:05
Uhr mit einem „Rupp di Tupp“ beendete, erinnerte Jugendwart Felix
Gromm noch einmal kurz daran, dass die Kirmesgruppen ihm doch bitte
die Anzahl der aktiven Kinder und Jugendlichen mitteilen sollten,
sowie die Namen all jener Personen, die beim Kinder- und Jugendfest
am 20. September 2025 auf dem Hof der VHS, den Auf- und Abbau
übernehmen würden. André Sicks