so ist dies für Betroffene ein Schock. Vielen steht im
Laufe der Zeit eine Operation bevor, die im Nachgang oftmals mit
starken Wundschmerzen während Heilungsprozesses verbunden ist,
erläuterte
Christina Bohn-Queren. Die Inhaberin der „Lingotage Bohn“, dem
Fachgeschäft für Dessous, Strumpf- und Wäschemoden mitten im
Herzen von Gevelsberg, wusste wovon sie sprach, da „ich fast
täglich in meinem Geschäft mit dem Thema konfrontiert werde“. Von
daher ist es ihr auch eine Herzens-angelegenheit, für die sie sich
ehrenamtlich in ihrer Freizeit stark engagiert.
Im
vergangenen Monat organisierte die Geschäftsfrau erstmalig einen
Spendenlauf rund um die Heilenbecker Talsperre, bei dem 44
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start gingen und man am Ende,
durch die Startgebühr sowie weiterer Spenden, 600,- Euro sammelte.
„Eine stolze Summe“, wie sie stolz und freudig erzählte und
hinzufügte, dass das Geld dem in München ansässigen Verein
„Brustkrebs Deutschlande e.V.“ zugute gekommen sei. Solch
soziales
Engagement ist Christina Bohn-Queren einfach wichtig und ließ in ihr
die Idee aufkommen, spontan eine weitere Aktion in die Tat
umzusetzen. Gemeinsam mit zehn freiwilligen und interessierten
Kundinnen nähte man Herzkissen. Mit
solch einem Kis-sen, so sagte sie, könnten die nach der Operation
auftreten-den Schmerzen ein wenig gelindert wer-den. Durch die
beson-dere Form passt ein Herzkissen besonders gut unter die Achseln,
erleichtert das Liegen und gibt einen gewis-sen Schutz bei plötzlichen
Bewegungen oder Stößen, wie sie beim Husten oder im Alltag
auftreten können. Darüber hinaus sind Herzkissen auch ein Geschenk,
ein Symbol für Herzlichkeit und Menschlichkeit, für Hoffnung und
Zuversicht, und sollen den Betroffenen zeigen „Du bist nicht
allein!" Die
Idee dieser speziellen Kissen brachte übrigens die dänische
Krankenschwester, Nancy Friis-Jensen, 2006 aus Amerika mit. Sie rief
damals das Heart Pillow Project ins Leben, entwickelte den Schnitt
für die Kissen und begann, die Idee „Herzkissen für
Brustkrebspatientinnen – verschenkt von Herz zu Herz" zu
verbreiten.
Um
solch ein Herzkissen zu erstellen, mussten die Stoffe in Form
geschnitten werden, die einzelnen Teile wurde an der Nähmaschine
zusammengefügt, das Ganze mit einem Bügeleisen geglättet, mit
weichen Daunen befüllt und zum Schluss mit ein paar finalen
Nadelstichen geschlossen.
Insgesamt
46 Herzkissen wurden erstellt, die an interessierte Praxen verteilt
werden und für Betroffene auch kostenfrei in der Lingotage Bohn
(Neustraße 1) erhältlich sind. Diese Aktion hat allen einmal mehr
vor Augen geführt, dass Gesundheit für die Menschen ein
unbezahlbares Gut ist. André Sicks