Montag, 20. März 2023

Finanzspritze der Hans-Grünewald-Stiftung für einen Wasserspielplatz

Aufgeregt warten Leonardo und Joel mit einem Schild in der Hand auf ihre Gäste.
Darauf ist zu lesen „dream big“, auf deutsch „groß träumen“. Für die 150 Schülerinnen und Schüler der Ferdinand Hasenclever Schule, insbesondere für die „Kleinsten“, wie Schulleiter Paul-Martin Belitz sagt, geht nämlich schon bald ein solcher Traum in Erfüllung. Auf dem unteren Schulhof wird, dank einer finanziellen Förderung durch die Hans-Grünewald-Stiftung in Höhe von 12.000 Euro und einem voraussichtlichen Restkostenbetrag von 40.000 Euro, ein kleiner Wasserspielplatz entstehen. Ein spielerischer Aufenthaltsort, der es den Kindern ermöglichen soll, in einer zunehmend medialen Welt sinnliche Erfahrungen bewusster wahrzunehmen und wo sie ihre motorischen Fähigkeiten optimal entfalten können. 

Gemeinsam mit Belitz und seiner Stellvertreterin Michaela Vogel führen die beiden Jungs, selbstbewusst und sichtlich stolz, Bürgermeister Claus Jacobi, Peter Erne und Gerd Westermann vom Kuratorium der Hans-Grünewald-Stiftung sowie Marta Domek, Fachbereichsleitung „Bildung, Jugend und Soziales“, zum Ort des Geschehens. Hier hat die Firma Haas Straßen- und Tiefbau GmbH bereits mit den ersten Tiefbauarbeiten für die Wasserversorgung begonnen und auch die beiden Tischtennisplatten, an deren Stelle der Wasserspielplatz seinen Platz einnehmen wird, wurden bereits entfernt. 
Der heutige Besuch hier vor Ort ist zugleich auch der Baubeginn für diese Attraktion“, sagt Bürgermeister Jacobi in Richtung der beiden Kuratoriumsmitglieder und lässt dabei nicht unerwähnt, dass die Hans-Grünewald-Stiftung im Laufe der Jahre immer wieder verschiedene Projekte im Rahmen der Jugend-, Senioren und Sozialarbeit der Stadt Gevelsberg unterstützt habe, die man „im sozialen und karitativen Bereich“ alleine oftmals nicht bewältigen konnte. „Sie sorgen immer wieder dafür, dass wir an einzelnen Punkten, wo wir selbst an unsere Grenzen gelangen, doch noch vieles bewerkstelligen können.” Wozu unter anderem die Sanierung und Modernisierung von Spielflächen für Kinder und Jugendliche im Innen- und Außenbereich, die Förderung von Freizeit- und Bildungseinrichtungen sowie die Mobilitätssteigerung für bedürftige Menschen gehören würden.
 
Auf einem eigens selbst gestalteten Plakat erklären Schulleiter Paul-Martin Belitz und die Schüler Leonardo und Joel ihren Gästen den Aufbau des Wasserspielplatzes, den die Hans-Grünewald-Stiftung mit 12.000 Euro mitfinanziert. 

Auch die Ferdinand Hasenclever Schule konnte davon bereits profitieren und erfolgreich eine Reit-Therapie für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse anbieten sowie den Schulhof mit Jugendsitzbänken und einer Torwand neu gestalten. Der Wasserspielplatz sei nun ein weiteres Highlight für die Förderschule und ihr Umfeld, freut sich das Schulleitungs-Duo und bekommt dafür von Peter Erne und Gerd Westermann ein zustimmendes Nicken. Ihnen, so sagen die Herren, falle immer öfters auf, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler in der heutigen Zeit keinerlei Erfahrungen außerhalb der Schule beim Spiel in der freien Natur sammeln würden und stattdessen viel mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. „Sei es vor dem Fernseher, der Spielekonsole oder am Handy.“ Mit solch einem Wasserspielplatz wird aber ihrer Meinung nach die Fantasie und Kreativität der Kinder angeregt und es fördere zugleich ein kreatives Spielen. Der Umgang mit dem Nass mache nicht nur Spaß, so ihr abschließender Kommentar, er sei auch pädagogisch wertvoll. „Wasser ist Physik zum Anfassen.“                                                                                     André Sicks