Was in der Küche übrigbleibt,
ist kein Müll im klassischen Sinn, sondern ein wertvoller Rohstoff.
Darauf machen der Ennepe-Ruhr-Kreis, die kreisan-gehörigen Städte
und die AHE GmbH regelmäßig aufmerksam. Den bundesweiten „Tag der
Biotonne" am Dienstag, 26. Mai, nutzen sie nun für zwei
besondere Angebote.
Überschrieben
sind beide mit einer einfachen Botschaft: In die Biotonne gehören
kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle – aber keinerlei Plastik
und Restmüll. Selbst vermeintlich „kompostierbare"
Plastiktüten sind für die Bioabfall-Vergärungsanlage, die die AHE
für das Verwerten von Biomüll im Auftrag des Kreises betreibt,
nicht geeignet. „Die Biotonne ist ein wichtiger Baustein der
Kreislaufwirtschaft. Damit sie bestens funktionieren kann, muss die
Zahl der so genannten Störstoffe aber so gering wie möglich
gehalten werden", macht der Ennepe-Ruhr-Kreis deutlich. Um
Bürgerinnen und Bürger hier zu unterstützen, stellen mehrere
Städte und der Kreis am „Tag der Biotonne" kostenlos
Papiertüten für das saubere und unkomplizierte Sammeln des
Bioabfalls im Haushalt zur Verfügung. Erhältlich sind die Tüten
während der jeweiligen Öffnungszeiten der Anlaufstellen in
folgenden Städten: Breckerfeld (Info im Rathaus), Ennepetal (Info
und Bürgerbüro im Rathaus), Gevelsberg (AHE Wertstoffzentrum
Hundeicker Straße 24–26), Hattingen (Bürgerbüro und
Recyclinghof), Herdecke (Bauhof), Sprockhövel (Info im Rathaus) und
Witten (AHE Wertstoffzentrum Bebbelsdorf 73). An allen Orten erhalten
Bürger zudem Antworten auf ihre Fragen rund um Abfalltrennung,
Bioabfall und richtige Entsorgung.
Zweites
Angebot am „Tag der Biotonne": Die AHE GmbH öffnet
Interessierte die Tore der Vergärungsanlage in Witten. Zwischen
12:00 und 18:00 Uhr wird in Führungen – Anmelden erforderlich –
darüber informiert, was im Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Bioabfällen
aus Haushalten passiert und wie daraus verwertbare Produkte und
Energie entstehen. Anmeldungen sind telefonisch unter der Rufnummer
+49 (0) 23 35 / 8 45 77-0 oder unter diesem Link
https://extranet.ahe.de/fuehrung-vga/ möglich.
Stichwort Biotonne im Ennepe-Ruhr-Kreis
Bioabfälle
getrennt zu sammeln, ist für alle deutschen Kommunen seit 2015
verpflichtend. Im Ennepe-Ruhr-Kreis war die Biotonne bereits im Jahr
2000 flächendeckend eingeführt worden. Seit 2013 landet der
Bioabfall aus Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen,
Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten in einer
Bioabfall-Vergärungsanlage. Diese wurde von der AHE GmbH im Auftrag
des Ennepe-Ruhr-Kreises in Witten-Bebbelsdorf gebaut und betrieben.
Jährlich werden in der Anlage 26.000 Tonnen zu Biogas vergoren. Zwei
Blockheizkraftwerke verwandeln das Gas in Wärme und 5 Millionen
Kilo-wattstunden Strom. Eine Menge, die reicht, um 2.400 Haushalte mit
Elektrizität zu versorgen. Zudem liefert die Anlage 6.000 Tonnen
Kompost und vermeidet 4.000 Tonnen Kohlendioxid. Ennepe-Ruhr-Kreis

