hat zum fünften Mal die Qualifizierung von
Medienscouts an weiterführenden Schulen begonnen. Insgesamt nehmen
in diesem Jahr sieben Schulen aus Witten, Gevelsberg, Sprockhövel,
Hattingen und Wetter teil: eine Realschule, vier Gesamtschulen, ein
Gymnasium sowie eine Waldorfschule. Das
Projekt „Medienscouts NRW" der Landesanstalt für Medien NRW
unter-stützt Schulen dabei, junge Menschen für einen sicheren,
fairen und selbstbe-stimmten Umgang mit digitalen Medien zu
sensibilisieren. Neu im Angebot ist inzwischen auch die Öffnung des
Präventionsprojekts für Grundschulen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis wird die
Umset-zung des Projekts durch die Koordina-torin der Landesanstalt,
Annette Ide, begleitet und organisiert. Der aktuelle Durchgang
startete am 5. Mai 2026 mit dem ersten Workshop im Kreishaus.
Unter
dem Titel „Medien(scouts) und ich" setzten sich die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem mit ihrem eigenen
Medienkonsum auseinander. Eine Aufgabe zum Abschluss: Ideen
entwickeln, wie sie sich als Medienscouts an ihrer Schule bekannt
machen und mit welchen Aktionen sie ihre Arbeit starten möchten. Die
Ergebnisse werden in einem Online-Workshop am 19. Juni
zusammengeführt. Begleitet
wird die Qualifizierungsreihe von den beiden Coaches der
Landesanstalt, Gabi Lettmayer und Maike Schwehn. Insgesamt umfasst
die Ausbildung fünf Veranstaltungen, davon zwei im Online-Format.
Weitere Themen sind „Wehr Dich gegen Cybermobbing", „Nackt
im Netz – Was teile ich?", „Fakten und Fakes" sowie
„Scout – Crowd – Gemeinsam stark in die Zukunft".
Die
Ausbildung richtet sich schulformübergreifend an Schülerinnen und
Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8. Pro Schule werden vier
Jugendliche zu Medienscouts ausgebildet. Ergänzend nehmen jeweils
zwei Lehrkräfte teil, die als Beratungsfachkräfte qualifiziert
werden. Das Projekt greift zentrale Herausforderungen des digitalen
Alltags auf – darunter Cyber-mobbing, Cybergrooming, exzessive
Mediennutzung und Datenmissbrauch. Als Peer-to-Peer-Projekt setzt es
darauf, dass Jugendliche andere Jugendliche beraten und unterstützen.
Die Medienscouts werden künftig an ihren Schulen
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Fragen rund um
Smartphone-Nutzung, soziale Netzwerke, Internet und digitale
Kommunikation sein.
Im
Ennepe-Ruhr-Kreis hat zum fünften Mal die Qualifizierung von
Medienscouts an weiterführenden Schulen begonnen, die von Annette
Ide und Leif Linnemöller vom Medienzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises
begleitet und organisiert wird.
Besonders
wertvoll ist dabei das gemeinsame Lernen von Jugend-lichen und
Erwachsenen: Die klassische Rollenverteilung wird aufgebrochen,
Lehrkräfte erhalten direkte Einblicke in die Medien-welt junger
Menschen, während die Jugendlichen Verantwortung übernehmen und
ihre Medien-kompetenz praxisnah weitergeben. Ein wichtiger Bestandteil
der Ausbildung ist zudem die Vermittlung von Grenzen der eigenen
Beratungskompetenz. Die Medienscouts lernen, wann Themen an
Erwachsene oder externe Fachstellen weitergegeben werden müssen –
etwa bei Fällen psychischer oder physischer Gewalt. Unterstützt
wird dies durch die Zusammenarbeit mit Fachkräften der regionalen
Schulberatungsstellen sowie Präventions-expertinnen und -experten der
Polizei.
Die
Präsenzveranstaltungen finden im Kreishaus des Ennepe-Ruhr-Kreis
statt. Zum Abschluss der Qualifizierung erhalten die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer im November ihre Zertifikate. Um das Projekt
langfristig an den Schulen zu verankern, werden bereits qualifizierte
Schulen jährlich durch Aufbauworkshops begleitet. Ennepe-Ruhr-Kreis


