Montag, 9. August 2021

Viertklässler verabschiedeten sich bunt vom Strückerberg - Kunstprojekt wird zum coolen Hingucker an der Grundschule

Nach vier Grundschuljahren hieß es am 2. Juli für die Viertklässler der Grundschule Strückerberg Abschied nehmen.
Für alle ein wehmütiger Moment; hatte man doch vier Jahre in den Räumlichkeiten gelernt, gelacht und auch die ein oder andere Träne vergossen. Doch so ganz unspektakulär wollten sich die Kinder von ihrer Schulleiterin Martina Zerr, den Klassenlehrerinnen Christina Stachelhaus, Jessica Housen und Konstanze Tillmann sowie den übrigen Lehrkräften und Klassen dann doch nicht verabschieden. Sie sagten ihrer Schule vielmehr mit einem coole Projekt ade, welches das Gebäude bunter und fröhlicher erstrahlen lassen sollte.
 
Mit einem tollen Figuren-Kunstprojekt, welches fortan an der Fassade des Gebäudes zu bestaunen ist, verabschiedeten sich die Viertklässler von der Grundschule Strückerberg. 

Da coronabedingt in den letzten 16 Monaten viele Ausflüge und Aktionen ausfallen mussten, so erzählte Martina Zerr an diesem Tage, wollte man zumindest mit etwas Kreativen das Wir-Gefühl an der Schule stärken. „Ein Projekt, dass alle Viertklässler gemeinsam durchführten und das dankenswerter Weise auch noch vom Kinderschutzbund Gevelsberg, dem Rotary-Club sowie unserem Förderverein gesponsert wurde.“ Ihrer Meinung nach seien es letzten Endes vor allem die Kinder gewesen, die von der Pandemie am stärksten betroffen waren. „Schulunterricht findet erst seit kurzem wieder in Präsenz statt, Treffen mit Freunden waren nur eingeschränkt möglich und Vereinssport oder andere Freizeitaktivitäten blieben gänzlich auf der Strecke.“ 

Es begann alles im Mai 2021: Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Aufgabe, zu Hause eine Figur zu zeichnen, die ihnen ähnlich sehen sollte. „Als wir endlich wieder in der Schule waren, haben wir mit Edgar Busch, dem Künst-ler, der dieses Projekt mit uns gemacht hat, unsere Figuren vergrößert auf ein Blatt aufgemalt und mit Acrylfarbe ausgemalt“, erzählten die Kinder. Einige Wochen später besuchte der Künstler dann noch einmal die Schule, da er ein bisschen Zeit benötigte, um die Kunstwerke von Papier auf einen Kunststoff zu übertragen und auszusägen. „An dem Tag sind wir dann runter in den Werkraum unserer Schule gegangen und haben die Figuren bunt angemalt.“ Und alle sahen sie verschieden aus. 

Wovon man sich am 24. Juni selbst ein Bild machen konnte. An diesem Tage wurden die Figuren von Haus-meister Uwe Re-ling und dem Künstler von au-ßen an der Schule angebracht und im Rahmen einer klei-nen Feierstunde eingeweiht. 
Dabei führte Martina Zerr auch mit den Sponsoren-Vertretern kurze Interviews und fragte diese, warum sie so kurzfristig „ja“ zum Projekt gesagt hätten.
Barbara Lützenbürger vom Kinderschutzbund meinte dazu, dass es eine schwierige Zeit für die Schülerinnen und Schüler während des Lockdowns gewesen sei und sie „den Kindern so eine Freude machen wollten“.
Und auf die Frage, was es bedeutet, dass seine eigene Figur nun die Schule verschönern würde, antwortete Greta: „Egal, wohin wir jetzt gehen, ein Teil bleibt von uns hier an der Strückerberger Schule!“ Bevor die Figuren abschließend von allen in Augenschein genommen wurden, sang man noch gemeinsam mit der Klasse 1b von Nicole Lenz ein letztes Mal den „Strücki-Song“ und freute sich darüber, der Grundschule mit diesem Kunstprojekt eine bleibende Erinnerung hinterlassen zu haben.
 André Sicks