im Einsatz sind oder waren,
ist häufig auch die Notfallseelsorge gefordert. Nach plötzlichen
Todesfällen, schweren Unfällen, Bränden oder anderen traumatischen
Ereignissen stehen ihre ehrenamtlichen Kräfte Betroffenen, aber auch
den Rettern zur Seite. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Dies ist immer
häufiger der Fall. Während in der Notfallseelsorge Engagierte im
Ennepe-Ruhr-Kreis 2025 durchschnittlich zwei- bis dreimal pro Woche
alarmiert wurden, sind es 2026 inzwischen drei bis vier Einsätze.
Da
kommt weitere Verstärkung für das Team gerade recht. Im Rahmen
eines Blaulichtgottesdienstes in der Lutherkirche in Wetter/Ruhr
haben jetzt Barbara Schein, Marlies Grasmann, Sonja Brückner sowie
eine weitere Engagierte, die nicht namentlich genannt werden möchte, ihren Dienst aufgenommen. Sie zählen ab sofort zu den
kreisweit knapp 60 Notfallseelsorgern.
Die
neuen Notfallseelsorgerinnen Barbara Schein, Marlies Grasmann und
Sonja Brückner gemeinsam mit Ingo Janzen (Regionalpfarrer für
Notfallseelsorge), Martin Weber, Polizeidirektor Dirk Happe, Daniel
Pilz (1. stellv. Landrat), Ernst Alexander Biedermann und Melanie
Muth.
„Menschen,
die innerhalb weniger Augenblicke mit Tod, Verlust oder anderen
einschneidenden Erlebnissen konfrontiert werden, brauchen in diesen
Situationen jemanden, der da ist, zuhört und Halt gibt. Dass sich
dafür so viele Menschen ehrenamtlich qualifizieren und anschließend
jederzeit für Einsätze zur Verfügung stehen, verdient großen
Respekt", unterstreicht Landrat Jan-Christoph Schaberick.
Auf
ihren Dienst wurden die neuen Kräfte über einen Zeitraum von sieben
Monaten intensiv vorbereitet. Im Mittelpunkt standen unter anderem
Gesprächsführung und empathisches Zuhören, die richtige Balance
zwi-schen Nähe und Distanz, der Umgang mit Schweigen sowie die
seelsorgliche Verschwiegenheit. Auch die Ausbildung im
Ennepe-Ruhr-Kreis orientiert sich an der Ausbildungsvereinbarung der
Ökumenischen Konfe-renz NRW und an den bundesweiten
Qualitätsstandards für die Psycho-soziale Notfallversorgung.
„Mehrmals
in der Woche werden in der Notfallseelsorge Aktive über die
Leitstelle im Schwelmer Kreishaus alarmiert. Wie wichtig ihr
Engagement ist, zeigt unter anderem ein Blick auf ihre Arbeit an den
Einsatzstellen. Dort sind sie Ansprechpartner für Betroffene und
Angehörigen und halten so Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei den
Rücken für ihre Aufgaben frei", skizziert Martin Weber,
Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisver-waltung und
Kreisbrandmeister, eine wichtige Rolle der Notfallseelsorge. Als sehr
erfreulich bewertet er die sehr kontinuierliche Zahl von neuen
Notfall-seelsorgern. Dies habe zuletzt bei vier bis sechs pro Jahr
gelegen.
Das
Team der Notfallseelsorge im und für den Ennepe-Ruhr-Kreis ist um
weitere vier Engagierte gewachsen.
Stichwort
Finanzierung der Notfallseelsorge
Im
Einvernehmen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie
durch einen Beschluss des Kreistages ist die Finanzierung der
Notfallseel-sorge im Ennepe-Ruhr-Kreis 2025 auf breitere Füße
gestellt worden. Geregelt ist diese in einer Vereinbarung mit den
evangelischen Kirchen-kreisen Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm.
Hintergrund der Beteiligung des Kreises an den Kosten war neben den
steigenden Einsatzzahlen insbesondere, dass die Kirchen diese nicht
mehr alleine schultern konnten.
Die
hauptamtliche Leitung der Notfallseelsorge liegt in den Händen von
Diakon Ernst Alexander Biedermann. Gemeinsam mit Melanie Muth von der
katholischen Kirche koordiniert er die Arbeit. Zum Leitungskreis
gehört zudem Regionalpfarrer Ingo Janzen. Er verantwortet
insbesondere die Aus- und Fortbildung sowie die fachliche Beratung. Ennepe-Ruhr-Kreis


