Donnerstag, 24. September 2026

Breaking News von den Hippendorfer Karnevalisten

Das Rätselraten hat ein Ende:
Mit einem lauten „Hippendorf Mäh“ lüftet die KaGe Hippendorf ihr Geheimnis und stellt das Gevelsberger Prinzenpaar vor. In der anstehenden Karnevalssession 2026/27 werden Martin Wicik und Kristina Küster (geb. Böhle) als Prinz Martin I. und Prinzessin Kristina I. das Gevelsberger Narrenvolk regieren. Sie lösen damit Sonja Quasigroch und Kai Stasny ab, die zuletzt als Vertreter der Ka.Ge Grün-Weiß Gevelsberg auf dem Jeckenthron Platz genommen hatten.
 
Beide werden hier vor Ort sowie nach außen hin Gevelsberg würdig repräsentieren, ist sich Dirk Wenzel, Präsident der Hippendorfer Karne-valsgesellschaft, sicher und zeigt sich begeistert davon, mit wie viel Engagement die zukünftigen Ma-jestäten und ihre Begleitungen, Jennifer Buder und Dennis Wenzel, bei der Sache sind. Auf die Frage, wie es zu dieser Zusammensetzung kam, erzählt er, dass beide unab-hängig voneinander Interesse bekundet hätten. Rasch hätte man aber festgestellt, dass diese Kombi-nation sehr gut harmoniert. Und nach einem Gespräch mit ihren jeweiligen Partnern sei letztlich alles in trockenen Tüchern gewesen, so dass im Hintergrund die Vorbereitungen starten konnten. 

Für die Gevelsberger sind Martin Wicik und Kristina Küster wahrlich keine Unbekannten. Ihre Lieblichkeit, die von allen nur Kiki genannt wird, stand sehr lange als Vorsitzende an der Spitze der Kirmesgruppe Vie ut Asbi´eck. „Nach unserer Auflösung haben alle natürlich nach einer neuen Kirmesgruppe gesucht.“ Während eines Gespräches mit Reimund Herberg, so berichtet sie, hätte dieser ihr das Hippendorf empfohlen.
„A
ls ich gesehen habe mit wie viel Herz die Mitglieder beim Gevelsberger Karneval dabei sind war mir klar, nicht nur Kirmes auch Karneval soll es sein.“ Und das sie sich nun in die Reihe der rot-weißen Karnevals-prinzessinnen einreihen darf, sei schon eine große Ehre. „Der Gevelsberger Karneval lebt von Gemeinschaft, Vereinsleben, Tradition und ganz viel Herzblut.“ Vor allem aber, so fügt sie hinzu, verbinde er bodenständigen Humor, Zusammenhalt und „die typisch Gevelsberger Lebensfreude“ die man auch von anderen Veranstaltungen kennen würde. Nicht unerwähnt lässt sie, dass das Gespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der KG Vie vam Kopp amüsanterweise bei „Blau unterm Baum“ im Winterwald stattgefunden hätte. Ein Satz, mit dem sie geschickt zu Prinz Karneval überleitet. 
Was diesen betrifft, da reichen allein schon nur die Worte „Winterwald und Winterwäldchen“ um zu wissen, wer das närrische Zepter in Händen hält. Der Gevelsberger Gastronom und Betreiber der Mensa verköstigt die Bürgerinnen und Bürger nicht nur in seinen eigenen Lokalitäten, bei zahlreichen Veranstaltungen oder Events mit manch kulinarischen Speziali-täten; er zeigt auch stets wahre Heimatverbundenheit und bringt sich ins gesellschaftliche Geschehen mit ein.
Was ihm besonders wichtig ist, da sich Gevelsberg wie keine andere Stadt im Südkreis durch ihren Zusammenhalt auszeichnen würde. „Ob Kirmes oder Karneval, alle Beteiligten wirken über jegliche Grenzen als große Gemeinschaft zusammen, wie eine große Familie.“
Und genau so möchten sich Martin Wicik und Kristina Küster auch während der Session präsen-tieren. „Mit Spaß, aber auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, für den Erhalt dieses wertvollen Brauchtums in unserer Stadt.“ 

Richtig los geht es für die Beiden am 14. November mit der offiziellen Inthronisierung durch Bürgermeister Claus Jacobi. An diesem Abend werden sie dann auch ihre berüchtigten elf Thesen verkünden. „Die sind schon formuliert, hier und jetzt werden wir aber nichts verraten“, erklärt das Prinzenpaar mit einem Augenzwinkern. Durchsickern lassen sie nur: „Für alle Beteiligten wird es lustig und sehr unterhaltsam.“ 
Es sei diesmal eine sehr kurze Session, erklärt Gesellschaftspräsident Dirk Wenzel, die zahl-reiche Termine bereithält, bei denen sich Prinz Martin I. und Prinzessin Kristina I. die Ehre geben werden. Da wären zum Beispiel „unsere hauseigene Ordensauszeichnung für Freude und Frohsinn“ am 22. Januar 2027 in der Korn-brennerei, die Verleihung der „Närrischen Mütze“ am 30. Januar 2027 durch „unsere Freunde von der Ka.Ge. Grün-Weiß Gevelsberg“, der traditionelle Herrenabend, der am 5. Februar 2027 im Kuckucksnest stattfindet und natürlich Rosenmontag, wenn „um 11:11 Uhr das Rathaus gestürmt und dem Bürgermeister dabei der goldenen Schlüssel der Stadt entrissen wird“. Nicht zu vergessen der Abstecher in den „Närrischen Landtag“, bei dem über 100 Prinzenpaare, Dreigestirne, Prinzessinnen und Prinzen aus allen Teilen des Bundeslandes nach Düsseldorf anreisen und vom Präsidenten des Landtags im Parlamentsgebäude am Rhein empfangen werden. „Eine Veranstaltung bei der man sieht, dass Karneval mehr ist als nur Brauchtum“, sagt Dirk Wenzel und betont, dass das jecke Treiben ein lebendiger Ausdruck von Kultur und Miteinander sei, bei dem man sehen würde, wie bunt und vielfältig die Gesellschaft ist. 

Noch gibt sich das närrische Gespann nach außen hin recht gelassen, doch man merkt ihnen an, dass es innerlich bereits kribbelt und sie es kaum abwarten können unter einem dreifachen „Hippendorf Mäh“ das jecke Volke von Gevelsberg zu regieren.                                                         André Sicks