Mit einem lauten „Hippendorf Mäh“
lüftet die KaGe Hippendorf ihr Geheimnis und stellt das Gevelsberger
Prinzenpaar vor. In der anstehenden Karnevalssession 2026/27 werden
Martin Wicik und Kristina Küster (geb. Böhle) als Prinz Martin I.
und Prinzessin Kristina I. das Gevelsberger Narrenvolk regieren.
Sie lösen damit Sonja Quasigroch und Kai Stasny ab, die zuletzt als
Vertreter der Ka.Ge Grün-Weiß Gevelsberg auf dem Jeckenthron Platz
genommen hatten.
Beide
werden hier vor Ort sowie nach außen hin Gevelsberg würdig
repräsentieren, ist sich Dirk Wenzel, Präsident der Hippendorfer
Karne-valsgesellschaft, sicher und zeigt sich begeistert davon, mit
wie viel Engagement die zukünftigen Ma-jestäten und ihre
Begleitungen, Jennifer Buder und Dennis Wenzel, bei der Sache sind.
Auf
die Frage, wie es zu dieser Zusammensetzung kam, erzählt er, dass
beide unab-hängig voneinander Interesse bekundet hätten. Rasch hätte
man aber festgestellt, dass diese Kombi-nation sehr gut harmoniert.
Und nach einem Gespräch mit ihren jeweiligen Partnern sei letztlich
alles in trockenen Tüchern gewesen, so dass im Hintergrund die
Vorbereitungen starten konnten.
Für
die Gevelsberger sind Martin Wicik und Kristina Küster
wahrlich keine Unbekannten. Ihre Lieblichkeit, die von allen nur Kiki
genannt wird, stand sehr lange als Vorsitzende an der Spitze der
Kirmesgruppe Vie ut Asbi´eck. „Nach unserer Auflösung haben alle
natürlich nach einer neuen Kirmesgruppe gesucht.“ Während eines
Gespräches mit Reimund Herberg, so berichtet sie, hätte dieser ihr
das Hippendorf empfohlen. „Als
ich gesehen habe mit wie viel Herz die Mitglieder beim Gevelsberger
Karneval dabei sind war mir klar, nicht nur Kirmes auch Karneval soll
es sein.“ Und das
sie sich nun in die Reihe der rot-weißen Karnevals-prinzessinnen
einreihen darf, sei schon eine große Ehre.
„Der Gevelsberger Karneval lebt von Gemeinschaft, Vereinsleben,
Tradition und ganz viel Herzblut.“ Vor allem aber, so fügt sie
hinzu, verbinde er bodenständigen Humor, Zusammenhalt und „die
typisch Gevelsberger Lebensfreude“ die man auch von anderen
Veranstaltungen kennen würde. Nicht unerwähnt lässt sie, dass das
Gespräch mit dem langjährigen Vorsitzenden der KG Vie vam Kopp
amüsanterweise bei „Blau unterm Baum“ im Winterwald
stattgefunden hätte. Ein Satz, mit dem sie geschickt zu Prinz
Karneval überleitet.
Was
diesen betrifft, da reichen allein schon nur die Worte „Winterwald
und Winterwäldchen“ um zu wissen, wer das närrische Zepter in
Händen hält. Der Gevelsberger Gastronom und Betreiber der Mensa
verköstigt die Bürgerinnen und Bürger nicht nur in seinen eigenen
Lokalitäten, bei zahlreichen Veranstaltungen oder Events mit manch
kulinarischen Speziali-täten; er zeigt auch stets wahre
Heimatverbundenheit und bringt sich ins gesellschaftliche Geschehen
mit ein.
Was ihm besonders wichtig ist, da sich Gevelsberg wie keine andere
Stadt im Südkreis durch ihren Zusammenhalt auszeichnen würde. „Ob
Kirmes oder Karneval, alle Beteiligten wirken über jegliche Grenzen
als große Gemeinschaft zusammen, wie eine große Familie.“
Und
genau so möchten sich Martin Wicik und Kristina Küster auch während
der Session präsen-tieren.
„Mit Spaß, aber auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, für den
Erhalt dieses wertvollen Brauchtums in unserer Stadt.“
Richtig
los geht es für die Beiden am 14. November mit der offiziellen
Inthronisierung durch Bürgermeister Claus Jacobi. An diesem Abend
werden sie dann auch ihre berüchtigten elf Thesen verkünden. „Die
sind schon formuliert, hier und jetzt werden wir aber nichts
verraten“, erklärt das Prinzenpaar mit einem Augenzwinkern.
Durchsickern lassen sie nur: „Für alle Beteiligten wird es lustig
und sehr unterhaltsam.“
Es
sei diesmal eine sehr kurze Session, erklärt Gesellschaftspräsident
Dirk Wenzel, die zahl-reiche Termine bereithält, bei denen sich Prinz
Martin I. und Prinzessin Kristina I. die Ehre geben werden. Da wären
zum Beispiel „unsere hauseigene Ordensauszeichnung für Freude und
Frohsinn“ am 22. Januar 2027
in
der Korn-brennerei, die Verleihung der „Närrischen Mütze“ am 30.
Januar 2027 durch „unsere Freunde von der Ka.Ge. Grün-Weiß
Gevelsberg“, der traditionelle Herrenabend, der am 5. Februar 2027
im Kuckucksnest stattfindet und natürlich Rosenmontag, wenn „um
11:11 Uhr das Rathaus gestürmt und dem Bürgermeister dabei der
goldenen Schlüssel der Stadt entrissen wird“. Nicht zu vergessen
der Abstecher in den „Närrischen Landtag“, bei dem über 100
Prinzenpaare, Dreigestirne, Prinzessinnen und Prinzen aus allen
Teilen des Bundeslandes nach Düsseldorf anreisen und vom Präsidenten
des Landtags im Parlamentsgebäude am Rhein empfangen werden. „Eine
Veranstaltung bei der man sieht, dass Karneval mehr ist als nur
Brauchtum“, sagt Dirk Wenzel und betont, dass das jecke Treiben ein
lebendiger Ausdruck von Kultur und Miteinander sei, bei dem man sehen
würde, wie bunt und vielfältig die Gesellschaft ist.
Noch
gibt sich das närrische Gespann nach außen hin recht gelassen, doch
man merkt ihnen an, dass es innerlich bereits kribbelt und sie es
kaum abwarten können unter einem dreifachen „Hippendorf Mäh“
das jecke Volke von Gevelsberg zu regieren. André Sicks




