Dienstag, 27. Februar 2018

Lesung für jedermann an einem spirituellen Ort

Es ist eine genauso außergewöhnliche wie effektive Idee, die von der Stadtbücherei, von Mentor – Die Leselernhelfer Gevelsberg e.V. und vom Büro für Vielfalt und Zukunftschancen der Stadt Gevelsberg – kurz BVZ genannt, in Kooperation mit dem Integrationsrat der Stadt sowie der Türkisch-Islamischen Gemeinde, auf die Beine gestellt wurde:
Mit einer Lesung (geeignet für Kinder ab 7 Jahren) des bekannten Kinder- und Jugendbuchautors Jürgen Banscherus, welche am 03. März 2018 um 15:00 Uhr in der Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde in der Hagener Str. 71 stattfinden wird, möchte man Menschen unterschiedlicher Kulturen miteinander ins Gespräch bringen, umso Vorurteile abzubauen und die Gelegenheit zum mit- und voneinander Lernen zu schaffen.
 
Buch greift Aktualität auf 
Mit Sicherheit ein ungewöhnlicher Ort für solch eine Lesung, nichtsdestotrotz ist es für diese kostenfreie Veranstaltung allerdings genau der Richtige. Denn in seinem neuen Kinderbuch „Der unglaubliche Lauf der Fatima Brahimi“, beschäftigt sich der Schirmherr der Gevelsberger Mentoren, Jürgen Banscherus, intensiv mit den Themen Toleranz und Integration. 
Am kommenden Samstag (03. März 2018, ab 15:00 Uhr) wird der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Jürgen Banscherus in der Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Gevelsberg aus seinem neuesten Werk lesen.

Fatima kommt aus Algerien, ist neu in der Klasse und sieht echt komisch aus mit ihrem langen Kleid und dem Kopftuch. Als Jakob mit ihr reden will, sieht sie ihn nicht mal an! Das ist ihm zu blöd. Doch als er auf dem Nachhauseweg beobachtet, in welch außerirdischem Tempo das Mädchen rennt, setzt er sich in den Kopf, Fatima zu trainieren. Auch als eine Zyste in Jakobs Kopf gefunden wird und ihm eine Operation bevorsteht, hält er an seinem Plan fest. Und das gegen alle Widerstände – die mobbenden Mitschüler, seine Krankheit und auch gegen den Willen von Fatimas Familie...
Dass Sport ein kulturübergreifendes Phänomen ist und dass zusammen mehr erreicht werden kann als allein, dürfte ohnehin inzwischen überall angekommen sein. In dieser Geschichte geht es aber um viel mehr als nur einen Wettkampf! Es geht um Toleranz, den Mut und die Begeisterung für eine Sache und den Ehrgeiz, sich auf seinem Weg nicht von Vorurteilen oder Traditionen aufhalten zu lassen. Jürgen Banscherus spart dabei weder Probleme aus, noch bauscht er sie auf.

Es zählt das Wir-Gefühl
Um das Thema Integration noch stärker in den Vordergrund zu rücken, ist es oftmals von Nöten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und das Gespräch mit ihnen zu suchen. Hierfür muss man stets in Bewegung bleiben und oftmals auch Brücken zueinander bauen. Insbesondere Literatur schafft dies immer wieder aufs Neue. Sie öffnet Türen und schafft eine Verbindungen untereinander. Und genau dort liegt letztlich dann auch das Ziel, welches man mit mit solch einem lebendigen und kommunikativen Nachmittag erreichen möchte. „Wir können zwar in der Bücherei auf die Menschen warten; wir können aber auch zu ihnen hinausgehen“, sagte Büchereileiterin Stephanie Kron.
Seyfullah Köse (Vorsitzender des Integrationsrat der Stadt Gevelsberg), Büchereileiterin Stephanie Kron und der mentor-Vorsitzende Klaus R. Wortmann (vlnr) freuen sich auf eine spannende, unterhaltsame und begegnungsreiche Lesung mit Jürgen Banscherus.

Gevelsberg ist eine Stadt, die für kulturelle Vielfalt und neue Ideen steht. Innerhalb der Bürgerschaft herrscht ein tolerantes und weltoffenes Verständnis das Sorge dafür trägt, dass alle Menschen, gleich welcher Nationalität, Herkunft oder Religion, friedvoll und ohne jede Diskriminierung zusammenleben können. Die nun bevorstehende Lesung trägt einen weiteren großen Teil dazu bei. 
Wir möchten die Gäste bei uns will-kommen heißen, ihnen unseren spi-rituellen Ort ein wenig näher brin-gen“, sagte Sey-fullah Köse, Vorsit-zender vom Inte-grationsrat der Stadt Gevelsberg. Aus eigener Erfah-rung weiß er nur zu gut, dass sich bei solchen Begegnungen oftmals viele Gemeinsamkeiten feststellen lassen, von denen die wenigsten eigentlich nichts wussten. 
Die Moschee öffnet ihre Türen, lädt ein zu einer Lesung der besonderen Art und zu einem „kleinen Familienfest“, damit Menschen miteinander in Verbindung kommen und um jene Brücke zu bauen, auf welcher sich ein empathisches Miteinander spüren lässt.  André Sicks

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