im Schwelmer Kreishaus ist es am
Sonntag zu unvorhergesehenen technischen Problemen gekommen. Während
der seit Samstag, 24. Oktober, laufenden Arbeiten an der
abgeschalteten 10-kV-Station, die den Strom in das Gebäude
einspeist, fiel das Notstromaggregat des Kreishauses aus. Da ein
bereitstehendes Ersatzaggregat nicht unter-brechungsfrei eingesetzt
werden konnte, war das Kreishaus für rund eineinhalb Stunden ohne
Strom. In der Folge fiel eine Vielzahl technischer Systeme aus. Eine
über Batterien gesicherte unterbrechungsfreie Stromver-sorgung machte
es allerdings möglich, den Betrieb der Leitstelle für Feuerwehr und
Rettungsdienst aufrechtzuerhalten sowie die Server der
Kreisverwaltung geregelt herunterzufahren. Die Stromversorgung des
Kreishauses konnte dann mit einem mobilen Aggregat der AVU wieder
hergestellt werden.
„Das
Umschalten von Netz- auf Notstrom hat am Samstag zunächst problemlos
funktioniert. Nach rund 20 Stunden ist das Aggregat dann allerdings
ausgefallen und das bereitstehende Ersatzaggregat konnte seinen Strom
nicht direkt einspeisen", berichtet Pressesprecher Ingo Niemann.
Gleichzeitig weist er daraufhin, dass im Vorfeld der Arbeiten alle
wichtigen Komponenten an den Aggregaten gewartet und überprüft
worden waren. „Mit dem Ausfall der Steuerung bei dem rund 13 Jahre
alten ersten Aggregat war damit nicht zu rechnen. Gleiches gilt für
die Probleme beim Zuschalten des zweiten Aggregats."
Nach
dem Stromausfall wurden die technischen Anlagen und die
IT-Infrastruktur überprüft. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es
keine Schäden, alle Systeme sind funktionsfähig. Dank des AVU
Aggregats konnte die Kreisverwaltung damit ihren Dienstbetrieb am
Montag auf-nehmen. Für den Fall des Ausfalls des AVU Aggregates hat
die Kreisver-waltung inzwischen noch ein kleineres Aggregat in der
Hinterhand. Sollte dies eingesetzt werden müssen, müsste der
Stromverbrauch im Kreishaus allerdings weiter reduziert werden.
Priorität hätten dann insbesondere die Leitstelle und die Server
der IT.
Um die Stromversorgung möglichst stabil zu halten, ist es
aktuell erforder-lich, den Stromverbrauch im Kreishaus auf das
notwendige Maß zu begrenzen. Die Beschäftigten sind deshalb
aufgefordert, nur elektrische Geräte zu betreiben, die dienstlich
tatsächlich notwendig sind. Aktuell ist geplant, die Stromversorgung
des Kreishauses am Mittwochnachmittag wieder von Not- auf Netzstrom
umzustellen, bis dahin sollen die Arbeiten an der 10-kV-Station
abgeschlossen sein.
Stichwort
Standort AVU Notstromaggregat
Aufgrund
der vorhandenen Zugänge steht der Anhänger mit dem Aggregat
unmittelbar vor dem Kreishaus an der Hauptstraße. Die damit
verbundenen durchgehenden Lärmbelästigungen für die Anwohnerinnen
und Anwohner bittet die Kreisverwaltung zu entschuldigen. Ennepe-Ruhr-Kreis

