von Menschen mit Behinderungen und
chronischen Erkrankungen verbessert werden? Wo gibt es im Alltag
weiterhin Hürden und welche Angebote können dazu beitragen,
Teilhabe und Selbstbestimmung zu stärken? Diese und weitere Fragen
standen im Mittelpunkt des Besuches von Claudia Middendorf,
Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie
für Patientinnen und Patienten, im Schwelmer Kreishaus.
Inhaltlich
war der Besuch zweigeteilt. Zunächst hatten Bürgerinnen und Bürger
während einer Sprechstunde Gelegenheit, persönliche Anliegen und
Probleme beispielsweise mit Behörden, Kostenträgern oder
Einrichtungen anzusprechen. Anschließend suchte Middendorf den
Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und
Wohlfahrtsverbänden. Hier ging es insbesondere um die Erfahrungen
und Herausforderungen in der täglichen Arbeit mit Menschen mit
Behinderungen, chronischen Erkran-kungen und Pflegebedarf.
„Termine
wie heute bieten gute Gelegenheiten, nicht nur über die Betroffenen
zu sprechen. Sie machen es möglich, vor allem mit ihnen und den
Menschen, die sich für ihre Belange einsetzen, zuzuhören",
machte Natalia Keller, Fachbereichsleiterin Soziales, Gesundheit,
Bildung und Integration der Kreisverwaltung, bei der Begrüßung
deutlich. Auch für die Kreisverwaltung sei Inklusion ein wichtiges
Thema. „Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit
Behinderungen und chronischen Er-krankungen möglichst selbstbestimmt
leben und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben
können."
Claudia
Middendorf (Bildmitte) tauschte sich im Schwelmer Kreishaus mit
Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wohlfahrtsverbänden
aus. Natalia Keller (vierte von links) hatte die Beauftragte der
Landesregierung im Namen der Kreisverwaltung begrüßt.
Der
Besuch Middendorfs knüpfte an einen bereits bestehenden Austausch
an. Erst Ende März war die Landesbeauftragte auf Einladung von
Judith Volk, Inklusionsbeauftragte für den Ennepe-Ruhr-Kreis, in
Schwelm zu Gast gewesen. Seinerzeit rückte der Fachtag „Das
Persönliche Budget – Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit
Behinderung" Fragen der Selbstbe-stimmung und gesellschaftlichen
Teilhabe in den Blickpunkt.
„Ansprechbar
sein für Bürgerinnen und Bürger sowie die Vertreterinnen und
Vertreter von Politik und Verbänden, ihnen Impulse liefern und im
Sinne der Betroffenen vermitteln – je besser mir dies gelingt,
desto positiver sind die Perspektiven für Menschen mit
Behinderungen, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige",
skizzierte Middendorf ihr Aufgabenverständnis, das sie seit 2017
gemeinsam mit ihrem Team unabhängig, engagiert und praxisnah
umsetzt.
Informationen
über die Arbeit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen
mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in
Nordrhein-Westfalen finden sich unter www.lbbp.nrw.de. Ennepe-Ruhr-Kreis

