Ennepe-Ruhr e.V.
fand am Freitag in Hattingen statt. Eine Neuwahl des Präsidiums
sowie Ehrungen standen wieder auf der Agenda der Sitzung. Als
erstes begrüßte die Bürgermeisterin der Stadt Hattingen Melanie
Witte-Lonsing die Anwesenden und überbrachte einen Dank für die
Arbeit der Feuerwehren. Tomas Stanke, Leiter Feuerwehr Hattingen,
hielt ebenfalls ein Grußwort. Danach
sprach der neue Landrat Jan-Christoph Schaberick. Auch er dankte den
aktiven
Feuerwehrangehörigen sowie den Nachwuchs-abteilungen der Kinder- und
Jugendfeuerwehr. Die tägliche Einsatz-bereitschaft und die engagierte
Verbandsarbeit seien das Rückgrat unserer Sicherheit im
Ennepe-Ruhr-Kreis. „Sie alle leisten einen unschätzbaren Dienst
für die Sicherheit in unserer Heimat". Der
Kreisfeuerwehrverband vereint insgesamt 3.352 Frauen und Männer in
den Feuerwehren davon überwiegend ehrenamtlich. Diese Zahl stehe für
Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft – dafür sprach der Landrat
seinen ausdrücklichen Dank aus. Zugleich betonte er die Bedeutung
des Verbandes als zentrales Forum des fachlichen Austauschs und der
Vernetzung. Vernetzung mache stark, und die Arbeitskreise, in denen
Wissen geteilt werde, seien ein Beispiel für gelebte Kooperation.
Vizepräsident
Falk Ramme stellte den Bericht des Präsidi-ums vor. Er machte
deutlich, dass im Ver-band im vergangenen Zeitraum viel bewegt und
angestoßen wur-de. So fand in Gevels-berg ein überregiona-les
Netzwerktreffen der Strömungsretter statt. Darüber hinaus wurden
zwei Netzwerktreffen der Kinderfeuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie
ein Treffen der Fachgruppe ABC durchgeführt. Zentrale Themen der
Fachgruppe ABC waren die Überprüfung des Einsatzkonzeptes sowie die
Vorbereitung und Durchführung einer kreisweiten Übung. Ramme
berichtete zudem über die Aktivitäten des neu gegründeten
Fachausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung und Selbsthilfe
(BEBA-S). Dieser wurde auf dem Delegiertentag nun formell eingesetzt.
Zum Vorsitzenden des Fachausschusses wurden Sven Krause (Feuerwehr
Wetter (Ruhr)) und Norbert Lohoff (Feuerwehr Breckerfeld) als
Vertreter bestellt.
Der
neu gegründete Fachausschuss BEBA-S mit Sven Krause (mitte) als
Fachausschussvorsitzender an der Spitze.
Deutlich
intensiviert wurde die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes,
insbesondere in den sozialen Medien. Durch das rein ehrenamtliche
Engagement der beiden Pressesprecher Christian Arndt (Feuerwehr
Herdecke) und Jens Herkströter (Feuerwehr Hattingen) erscheint
inzwischen etwa alle 3-4 Tage ein neuer Beitrag. „Dies stärkt
nicht nur die Nachwuchsgewinnung für Kinder-, Jugend- und
Einsatzabteilungen, sondern ermöglicht auch eine schnelle und
verlässliche Erreichbarkeit der Bevölkerung in Schadenslagen",
betonte Ramme und sprach dem Medienteam hierfür einen besonderen
Dank aus. Weiterhin
wurde ein Leistungsnachweis in Wetter (Ruhr) erfolgreich
durchgeführt. Ramme dankte der ausrichtenden Feuerwehr Wetter (Ruhr)
sowie dem Schieds-richterteam für die professionelle Organisation.
Für die beste Gruppe beim Leistungsnach-weis wurde die Lösch-gruppe
Delle der Feuerwehr Breckerfeld geehrt. Das 50. Treffen der
Wehrführerpartner-innen fand in Brecker-feld statt. An Hallo-ween wurde
zudem der traditionelle Jah-resausklang für Füh-rungskräfte und
Mitarbeitende des Bevölkerungsschutzes begangen. Ein Ehrentreffen in
Sprockhövel sowie ein Spießbratenessen der Ehrenab-teilungen
rundeten die Verbandsaktivitäten ab.
Abschließend
betonte Falk Ramme die zentrale Bedeutung der Kinder- und
Jugendfeuerwehr für die Zukunft des Verbandes: „Unser Verband
lebt. Dies ist nur durch das Zutun der Kameradinnen und Kameraden
möglich. Vielen Dank dafür." Falk Ramme dankte auch den beiden
stellv. Kreisbrand-meistern, die auch immer dem Kreisfeuerwehrverband
mit Rat und Unter-stützung zur Seite standen.
Tom
Eggemann hielt einen Bericht des Schatzmeisters. Er dankte für
Zuwendungen durch die AVU und dem ehemaligen Landrat Olaf Schade
sowie an alle Spender. Anschließend standen Neuwahlen des Präsidiums
an: Michael Willms (Feuerwehr Witten), bisher Vize-Präsident, wurde
zum neuen Präsidenten des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt. Ralf
Tonneti (Feuerwehr Wetter (Ruhr)) wurde neuer Vize-Präsident. Beide
Kameraden wurden einstimmig gewählt. Falk Ramme aus Gevelsberg
bleibt als Vize-Präsident genauso wie Schatzmeister Tom Eggemann als
Schatzmeister im Vorstand des Verbandes.
Am
Ende des Kreisdelegiertentages
positionierte sich das neu gewählte Präsidium des
Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr e.V. (vlnr.: Nils Abbing, Falk Ramme, Michael Willms, Tom Eggemann und Ralf Tonneti) gemeinsam mit
Kreisbrandmeister Martin Weber (3vr) für ein Gruppenfoto.
Nun
standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Zunächst wurden Andreas
Scholz und Uwe Wiemann (beide Gevelsberg) für die Arbeit als
Fachausschussvorsitzender für Leistungsnach-weis und Wiemann für 30
Jahre Schiedsrichter Tätigkeit mit der goldenen Ehrennadel des
Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Als neuer Fachausschussvorsitzender
wurde Volker Engel-king von der Feuerwehr Ennepetal bestellt. Sein
Sohn Tim Engelking (Feuerwehr Ennepetal) sowie Hartmut Preuß
(Feuerwehr Witten) als Stellvertreter. Nils
Panniger (Feuerwehr Witten) wurde für jahrelange IT-Unterstützung
des Verbandes mit der silbernen Ehrennadel geehrt. Christian Arndt
(Feuerwehr Herdecke), Fachausschussvorsitzender für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, der sich seit 20 Jahren im Verband engagiert,
wurde ebenfalls für seine langjährigen Ver-dienste mit der silbernen
Ehrennadel ausgezeichnet. Sichtlich überrascht und erfreut nahmen
beide Kameraden die Ehrung vom Präsidium entgegen.
Nach
den Ehrungen hielt der neue Kreisbrandmeister Martin Weber ein
Grußwort. Zunächst stellte er sich den Anwesenden vor. Danach gab
er einen Rückblick auf Zahlen des Bevölkerungsschutzes und der
Leitstelle. 81.911 Einsätze wurden disponiert. 180.000 Anrufe, davon
70.000 Notrufe, sind dort eingegangen. Weber danke für die
Einsatzbereitschaft aller Einsatzkräfte im Kreis. Der
Kreisbrandmeister kündigte auch erstmals einen Jahresbericht an.
Martin Weber gab einen detaillierten, bebilderten Ausblick auf das
neue Gefahrenabwehrzentrum mit deren zukünftige Funktionen (Heimat
des Bevölkerungsschutzes, Leitstelle, Krisenmanagement,
Kreis-feuerwehrzentrale und zentrale Aus- und Fortbildungsstelle). Im
letzten Jahr fanden an diesem multifunktionalen Gebäude auch
Baustellenführungen für die Einsatzabteilungen statt. Weber stellte
auch die gute Zusammenarbeit – „grenzenloses Miteinander“ –
zwischen dem operativen Dienstbetrieb und dem Kreisfeuerwehrverband
dar. Er dankte zudem für die vertrauensvolle Zusammenarbeit
insbesondere bei seinen beiden Vertretern als Kreis-brandmeister.
Kreisjugendfeuerwehrwart
Nils Abbing berichtete über die Aktivitäten der
Kreisjugendfeuerwehr. 431 Mitglieder hatten die Jugendfeuerwehren der
EN-Feuerwehren. Leider ist dieser Mitgliederbestand fallend. 163
Betreuerinnen und Betreuer bilden diese Jugendfeuerwehrangehörigen
ehrenamtlich aus. Abbing lobte das Engagement von Jens Herkströter.
Er brachte sich aktiv unter dem Motto Strukturen vereinheitlichen und
weiterzuentwickeln in die Kreis-Kinderfeuerwehrarbeit ein. Besondere
Aufmerksamkeit erhielt auch die Ausarbeitung eines Schutzkonzeptes
federführend durch Markus Gronemeyer (Feuerwehr Sprockhövel). Ein
Betreuerabend wurde zum Netzwerken durchgeführt.
Michael
Willms, frisch-gebackener Präsident, trug das Schlusswort vor. Willms
lobte eben-falls die Netzwerktref-fen für die Kinder-feuerwehr. „Das
The-menfeld soll weiter nach vorne gebracht werden. In naher Zukunft
soll eine Kreis-Kinderfeuerwehr ge-gründet werden". Eine
Fachtagung „Umgang mit Disziplinarverfahren" steht für den
25. April 2026 auf der Agenda. Am 26. September 2026 findet der
Leistungsnachweis der Feuerwehren im EN-Kreis statt. Willms machte
hier Werbung für mehr teilnehmende Gruppen. „Sicherheitspolitisch
leben wir in bewegten Zeiten (u.a. Stromausfall Berlin sowie
Naturgewalten). Die Menschen sind eine Vollkaskomentalität gewöhnt.
Willms appellierte an die Vertreter der Politik einen weitreichenden
Katastrophenschutz - wie einen entsprechenden Vorrat an Kraftstoffen,
Stromerzeuger – die Gebäude kritischer Infrastruktur einspeisen
können – sowie geländegängige Fahr-zeuge für Vegetationsbrände
weiter auf – und auszubauen. „Lassen Sie uns hierzu in einen
konstruktiven Dialog kommen.“
Stichwort Kreisfeuerwehrverband EN
Der
Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr e.V. wurde gegründet, um die
Feuerwehren in der Region zu unterstützen und die Zusammenarbeit im
Bereich des Brandschutzes und der Hilfeleistung zu stärken. Durch
das Engagement im Ehrenamt und in der Verbandsarbeit fördert der
Verband eine sichere Umgebung und ein solidarisches Miteinander.
Durch gezielte Fortbildungsangebote garantieren wir, dass unsere
Feuerwehrkräfte stets auf dem neuesten Stand sind und effektiv
agieren können. Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr e.V.







