Mittwoch, 4. Februar 2026

Kreatives Plottern in der Stadtbücherei Gevelsberg

In der Welt der DIY-Enthusiasten
und kreativen Bastler sind Plotter längst unverzichtbare Begleiter. Aber was genau ist eigentlich ein Plotter? Dieser Frage ging man vor einigen Tagen in der Stadtbücherei auf den Grund. Mit dem Ergebnis, dass es sich bei solch einem Geräte um eine Art Bindeglied zwischen Nähen und Basteln handelt. „Mit einem Plotter lassen sich unter anderem Schriftzüge oder Bilder ausschneiden und Bügelbilder erstellen“, erläuterte Gritt Wallmeier.
 
Unter ihrer Anleitung machten sich 12 Frauen, die jüngste davon war gerade mal sieben Jahre alt, und ein Mann, allesamt kreative Köpfe, im Rahmen eines zweistündigen Workshops euphorisch ans Werk das Trend-Thema näher zu ver-tiefen und zu erlernen. 
Man tauchte in die Materie ein und erfuhr, dass ein Plotter je nach Modell nicht nur genauer und ganz ohne zackige Ränder schneiden, sondern mittels auswechselbarer Werkzeuge auch prägen, zeich-nen, prickeln, kratzen oder scan-nen kann, Von daher sei es eine sehr gute Ergänzung für kreative Hobbys wie beispielsweise Nähen, Scrap-Booking, Basteln, Sticken oder Textilveredelung, erklärte Gritt Wallmeier in ihrer fundiert-fröhlichen Einführung. „Mittels des Plotters und der dazugehörigen Designsoftware lassen sich Stempel erstellen, Folien schneiden die anschließend auf Tassen, Textilien oder Tapete aufgebracht werden können oder DIY-Projekte verwirklichen, wie zum Beispiel selbstgebastelte Karten und Dekoartikel.“ 

Und genau solch ein Projekt, konnte nun in der Praxis erstellt werde. Auf dem Plan standen Vorratsgläser, die laut Aussage von Gritt Wallmeier nicht nur praktisch seien; sie ließen sich mit einzigartigen Designs, Namen oder Sprüche individuell zu einem echten Hingucker gestalten“. Mittels der entsprechenden Designsoftware entwarf jeder sein Motiv und passte dies an die Fläche des Glases an. Im Anschluss wurde die ausgewählte Folie in die Schneidematte des Plotters eingelegt, die passenden Einstellungen ausgewählt und der Vorgang gestartet. 
Nach Beendigung des Plottervorgangs galt es alle überschüssigen Teile der Folie, die sich um das eigentlich Design noch herum befanden, mit dem Entgitterwerkzeug vorsichtig zu entfernen. „Achtet dabei darauf, dass sich feine Details wie Punkte oder Linien nicht versehentlich ablösen“, sagte Gritt Wallmeier. Schritt für Schritt kam man seinem Ziel näher, die Transferfolie mit dem Design an die gewünschten Stelle auf dem Glas zu positionieren, um sie dann langsam und vorsichtig abzuziehen. Kleiner Tipp der Referentin: „Eventuell verbleibende Luftblasen lassen sich gut mit einem Plastikspachtel ausstreichen.“
 
Die entstandenen Er-gebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen. Wovon sich auch Büchereileiterin Ste-phanie Kron am Ende des Workshops ein Bild machte. Sie freute sich, dass die von der Hans Grünewald-Stif-tung finanzierte Veran-staltung, so erfolgreich angenommen wurde und die Damen und den Herrn begeisterten. Zu deren Freude konnte sie eine baldige Fortsetzung des Workshops ankündigen:. „Dabei können die Teilnehmenden gemeinsam mit Gritt Wallmeier ihre eigene Bücherei-Tasche plottern.“                                                André Sicks