und kreativen Bastler sind Plotter
längst unverzichtbare Begleiter. Aber was genau ist eigentlich ein
Plotter? Dieser Frage ging man vor einigen Tagen in der Stadtbücherei
auf den Grund. Mit dem Ergebnis, dass es sich bei solch einem Geräte
um eine Art Bindeglied zwischen Nähen und Basteln handelt. „Mit
einem Plotter lassen sich unter anderem Schriftzüge oder Bilder
ausschneiden und Bügelbilder erstellen“, erläuterte Gritt
Wallmeier.
Unter
ihrer Anleitung machten sich 12 Frauen, die jüngste davon war gerade
mal sieben Jahre alt, und ein Mann, allesamt kreative Köpfe, im
Rahmen eines zweistündigen Workshops euphorisch ans Werk das
Trend-Thema näher zu ver-tiefen und zu erlernen.
Man
tauchte in die Materie ein und erfuhr, dass ein Plotter je nach
Modell nicht nur genauer und ganz ohne zackige Ränder schneiden,
sondern mittels auswechselbarer Werkzeuge auch prägen, zeich-nen,
prickeln, kratzen oder scan-nen kann, Von daher sei es eine sehr gute
Ergänzung für kreative Hobbys wie beispielsweise Nähen,
Scrap-Booking, Basteln, Sticken oder Textilveredelung, erklärte
Gritt Wallmeier in ihrer fundiert-fröhlichen Einführung. „Mittels
des Plotters und der dazugehörigen Designsoftware lassen sich
Stempel erstellen, Folien schneiden die anschließend auf Tassen,
Textilien oder Tapete aufgebracht werden können oder DIY-Projekte
verwirklichen, wie zum Beispiel selbstgebastelte Karten und
Dekoartikel.“
Und
genau solch ein Projekt, konnte nun in der Praxis erstellt werde. Auf
dem Plan standen Vorratsgläser, die laut Aussage von Gritt Wallmeier
nicht nur praktisch seien; sie ließen sich mit einzigartigen
Designs, Namen oder Sprüche individuell zu einem echten Hingucker
gestalten“. Mittels der entsprechenden Designsoftware entwarf jeder
sein Motiv und passte dies an die Fläche des Glases an. Im Anschluss
wurde die ausgewählte Folie in die Schneidematte des Plotters
eingelegt, die passenden Einstellungen ausgewählt und der Vorgang
gestartet. Nach
Beendigung des Plottervorgangs galt es alle überschüssigen Teile
der Folie, die sich um das eigentlich Design noch herum befanden, mit
dem Entgitterwerkzeug vorsichtig zu entfernen. „Achtet dabei
darauf, dass sich feine Details wie Punkte oder Linien nicht
versehentlich ablösen“, sagte Gritt Wallmeier. Schritt für
Schritt kam man seinem Ziel näher, die Transferfolie mit dem Design
an die gewünschten Stelle auf dem Glas zu positionieren, um sie dann
langsam und vorsichtig abzuziehen. Kleiner Tipp der Referentin:
„Eventuell verbleibende Luftblasen lassen sich gut mit einem
Plastikspachtel ausstreichen.“
Die
entstandenen Er-gebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen. Wovon
sich auch Büchereileiterin Ste-phanie Kron am Ende des Workshops ein
Bild machte. Sie freute sich, dass die von der Hans
Grünewald-Stif-tung finanzierte Veran-staltung, so erfolgreich
angenommen wurde und die Damen und den Herrn begeisterten. Zu deren
Freude konnte sie eine baldige Fortsetzung des Workshops ankündigen:.
„Dabei können die Teilnehmenden gemeinsam mit Gritt Wallmeier ihre
eigene Bücherei-Tasche plottern.“ André Sicks




