auf diesen drei Säulen beruht die
Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Seit 36 Jahren besagt
sie, dass auch Kinder Grundrechte haben, die weltweit gelten. Und
genau hierfür setzt sich die Aktion Dreikönigssingen ein. In diesem
Jahr stand sie unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen
gegen Kinderarbeit“. Um
dieses hochaktuelle Thema noch stärker in die Öffentlichkeit zu
tragen, richtete das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sein
Hauptaugenmerk diesmal auf den südasiatischen Staat Bangladesch.
Etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner lebt
dort in Armut. Um zum Familienunterhalt beizutragen, brechen viele
Kinder die Grund-schule ab und gehen arbeiten. Trotz Fortschritten im
Kampf gegen Kinder-arbeit müssen dort noch rund 1,8 Millionen Kinder
und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders
gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
Sternsinger-Partnerorganisationen, wie die Abdur Rashid Khan Thakur
Foundation (ARKTF) oder die Caritas Bangladesch, setzen sich seit
Jahren dafür ein, Kinder aus Arbeits-verhältnissen zu befreien und
ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Auf
ihrer Reise durch die Straßen der Stadt, besuchten die Sternsinger
aus Liebfrauen und St. Engelbert auch diesmal wieder das Gevelsberger
Rathaus. Ermutigt von dem Gedanken, sich gegen Kinderarbeit
einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch
ihren Einsatz. Selbstsicher trugen sie ihre Lieder vor, erläuterten
Bürgermeister Claus Jacobi das Anliegen der diesjährigen Aktion und
hinterließen natürlich auch ihre Botschaft „20*C+M+B+26 –
Christus segne dieses Haus!“. Man merkte den Mädchen und Jungen
an, mit welch einer Freude sie sich an der wohl „weltweit größten
Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder“ beteiligten. „Die
Aktion und insbesondere auch das diesjährige Thema erinnern uns
eindringlich daran, dass Bildung kein Privileg sein darf, sondern ein
Grundrecht für jedes Kind ist. Es führt uns vor Augen, dass das,
was für uns selbstverständlich ist – dass Kinder spielen und
lernen dürfen – für Millionen von Kindern weltweit eine
unerreichbare Hoffnung bleibt. Wenn Kinder arbeiten müssen, um ihre
Familien zu ernähren, wird ihnen nicht nur ihre Kindheit, sondern
ihre gesamte Zukunft geraubt. Bildung ist der einzige nachhaltige
Schlüssel, um den Teufelskreis aus Armut und Ausbeutung zu
durchbrechen. Unsere Sternsinger setzen ihre eigene Zeit und Energie
ein, um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen und Spenden
für Bildungsprojekte zu sammeln. Dieser Einsatz von Kindern für
Kinder ist ein großartiges Zeichen gelebter Solidarität“, so der
Bürgermeister. Nachdem
das Stadtoberhaupt die jeweiligen Spendendosen gefüllt hatte, hob er
aber auch noch einmal das Engagement der Mädchen und Jungen hervor
und bedankte sich, dass sie sich die Mühe machen würden, bei diesem
winterlichen Wetter durch die Straßen zu ziehen, um den ärmsten
Kindern dieser Welt zu helfen. Und damit Caspar, Melchior und
Balthasar auch gestärkt ihren Rückweg antreten konnten, wartete im
Konferenzraum erst einmal noch etwas Süßes, heißer Kakao und kalte
Getränke auf sie. André Sicks



