Mittwoch, 24. Juni 2026

Zugleiter waren traditionell mal wieder als Sprayer unterwegs

Die schrägste Kirmes Europas und der Kirmeszug
sind für die Gevelsberger alljährlich die Highlights im städtischen Veranstaltungskalender. „Und mit dem heutigen Aufsprühen der Startnummern wird für alle nun auch sichtbar, dass die längste Nacht des Jahres immer näher rückt“, sagte der Sprecher der Zugleitung, Tobias De Heel alias Texel. Gemeinsam mit seiner vierköpfigen Mannschaft ging er am Dienstagabend die rund 780 Meter lange Ausstellungsfläche ab, um mit Messrad und Sprühdosen die einzelnen Positionen für die Wagen und Gruppen einzuzeichnen.
 
Ran an die Dosen“, ermunterte Texel seine Mannschaft, die sich wie gewohnt auf dem Parkplatz von Tedox getroffen hatte. Tradi-tionell liegt dort der Startpunkt für den Kirmeszug, den der Hammerschmied – in diesem Jahr mit Ge-selle Joel Timmerbeil – mit seinem Wagen einläutet. Schlusslicht bilden die Treckerfreunde. „Sie werden sich am Hundeicken versammeln“, erzählten Tobias De Heel, Björn Schondlowski, Peter Ulrich und die beiden Neuzugänge Stefan Geppert und Fabian Schäufele. Das bei ihrer Aktion gute Laune herrschte, reichlich kühle Getränke mit „an Bord“ waren und jeder zwischendrin immer mal wieder den einen oder andere lockerer Spruch von sich gab, verstand sich von selbst. Kein Wunder, da innerhalb der kleinen Gruppe stets ein gutes Miteinander herrscht, man sich abseits des bunten Treibens auch zwischendurch einfach mal zum Spießbratengrillen oder zu anderen geselligen Abenden trifft und „wir den Kontakt in den Nachbarstädte pflegen“.
 
Gemeinsam stieß die Zugleitung darauf an, dass auf der pulsierenden Bühne des Kirmeszugs eine perfekte Show rollt, die immer im richtigen Rhythmus bleibt. 

Die Zugleitung des Gevelsberger Kirmesvereins sorgt alljährlich dafür, dass es während des Kirmeszuges nicht drunter und drüber geht. Ein reibungsloser Ablauf und keine großen Lücken sind dabei das A und O, damit die Zuschauer immer etwas zu gucken und zu jubeln haben, den Kirmes- und Gästegruppen genügend Raum geboten wird, sich zu präsentieren. „Wofür es im Vorfeld manch einer Absprache mit den einzelnen Kirmesgruppen, den Einsatzkräften und den Technischen Betrieben bedarf“, berichtete Tobias De Heel. 
Eine große Verantwortung, denen sich auch die Newcomer Stefan Geppert und Fabian Schäufele im Klaren sind. Sie wissen, so sagten sie, dass sie am Kirmessonntag unter Strom stehen würden, damit die Zuschauer den Zug genießen können. Nichtsdestotrotz mache es Spaß und die Gevelsberger Kirmes sei, nach beider Aussagen, eh etwas einzigartiges. Für Stefan Geppert ist es das Wir-Gefühl, was dieses fünftägige Event so besonders macht. „Hier trefft man alte Freunde und Bekannte wieder und alle haben gemeinsam Spaß.“ Ein Satz dem Fabian Schäufele nur zustimmen konnte. Er hob zudem auch noch einmal die einzigartige Lage des Volksfestes hervor. „Gevelsberg ist und bleibt die Heimat der schrägsten Kirmes in Europa.“
 
Stefan Geppert (links) und Fabian Schäufele werden am Kirmessonntag bei ihrer Zugleiter-Premiere mit Sicherheit ein wenig nervös sein, da auch in unerwarteten Situationen ein schnelles Handeln gefragt ist. 

Bevor sich die Zugleitung ihrer Aufgabe stellte und als Kirmes-Sprayer aktiv wurde, verriet der Männer-Trupp, dass der 82. Kirmeszug ein großes Spektakel würde zu dem man nur eines sagen könnte: „Wat sall ek dann am Ballermann®, wann ek op dä Kiärmis kann“.                                André Sicks