beginnt auch im Ennepe-Ruhr-Kreis die
Gartensaison. Nach der Winter-pause juckt es Hobbygärtnerinnen und
-gärtnern in den Fingern, sie bringen Grünes und Buntes rund um ihr
Haus oder ihre Wohnung auf Vordermann. Die Folge: Die Biotonne füllt
sich in diesen Wochen schneller als zu anderen Jahreszeiten.
„Wie
im gesamten Jahr bleibt es aber wichtig, Bio- und Gartenabfall sauber
zu trennen und ohne Störstoffe verwerten zu lassen", so die
Kreisver-waltung. Aus Gärten können insbesondere Schnittblumenreste,
Baum- und Strauchschnitt, Laub, Rasenschnitt, Wildkräuter und
Sägemehl in der Biotonne landen. Absolut nichts zu suchen haben dort
Plastik und Plastiktüten – auch so genannte kompostierbare Beutel
– sowie Glas- oder Zigarettenreste. Platzt
die Tonne angesichts der Grünabfälle aus ihren Nähten, können
Bürgerinnen und Bürger neben Angeboten in ihrer Stadt ganzjährig
die Wertstoffzentren der AHE in Gevelsberg und Witten ansteuern. Für
das Anliefern dort werden Gebühren berechnet – für eine
PKW-Ladung sind beispielsweise pauschal 7 Euro fällig. „Da dies
bereits für kleine Mengen gilt, lohnt sich das Sammeln der Abfälle
bis zu einer vollen Kofferraum-ladung in jedem Fall. Wer sparen
möchte, kann zudem den ´Grünen Spar(s)pass´ nutzen. Er kostet 25
Euro und erlaubt 5 Abgaben. Der Pass verringert die Ausgaben folglich
um 10 Euro", lauten die Tipps aus dem Schwelmer Kreishaus.
Das
richtige getrennte Sammeln von Bio- und Gartenabfall ist eine
entscheidende Grundlage für den reibungslosen Betrieb der Anlage, in
denen diese Stoffe verwertet werden. Diese steht in Witten und wird
seit 2013 von der AHE GmbH im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises
betrieben. Über einen Vergärungsprozess entstehen dort Jahr für
Jahr aus 26.000 Tonnen Bioabfall 5 Millionen Kilowattstunden
Biostrom. Diese Menge reicht, um 2.400 Vier-Personen-Haushalte mit
Elektrizität zu versorgen. Zudem liefert die Anlage 6.000 Tonnen
hochwertigen Kompost. Diesen können sich Bürgerinnen und Bürger
kostenfrei an den AHE Wertstoffhöfen abholen und so Teile ihres
Gartenabfalls wieder für ihre Zwecke nutzen.
Stichwort Kampagne „Wir für Bio"
Um
die Qualität des Bioabfalls zu steigern und den Anteil von
Störstoffen – insbesondere Plastik – in den Biotonnen noch
weiter zu senken, sind der Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun Städte der
Informations- und Bioabfall-Kampagne #wirfuerbio beigetreten. Hintergrund:
Eine repräsentative Analyse hatte im Herbst 2022 einen
Störstoff-Anteil von 2,6 Prozent ergeben, der Kunststoffanteil lag
bei 0,7 Prozent. Damit wurden die gültigen Grenzwerte, bis zu denen
Bioabfall noch zur Kompostierung oder Vergärung angenommen wird, nur
knapp unter-schritten.
Informationen
zur #wirfuerbio Kampagne im Ennepe-Ruhr-Kreis finden Interessierte
unter www.wirfuerbio.de/erk. Ennepe-Ruhr-Kreis


