Mittwoch, 5. August 2026

Läuferisch auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen

Im September letzten Jahres
brachte Christina Bohn-Queren einen Brustkrebslauf an den Start, bei dem 150 Läuferinnen und Läufer eine Strecke von 5 oder 11 km durch die typografisch anspruchsvolle Flora und Fauna des Gevelsberger Stadt-waldes absolvieren konnten. „Im Vordergrund stand dabei das gemeinsame Erlebnis und der gute Zweck“, sagt die Inhaberin der „Lingotage Bohn“ und lässt nicht unerwähnt, dass am Ende ganze 3.109,18 Euro zusammen-gekommen waren, die dem gemeinnütziger Verein „Brustkrebs Deutschland e.V.“ in München zugute kamen. 
Aufgrund der Tatsa-che, dass das ihr ent-gegengebrachte Feed-back durchweg positiv ausfiel, wird es in diesem Jahr am 26. September „natürlich eine Fortsetzung“ ge-ben. Und die Botschaft hinter der Veranstal-tung, so sagt sie, die bliebe natürlich gleich: Es geht nicht um Bestzeiten oder sportliche Höchstleistungen. Es geht um gemeinsames Bewegen, um Unterstützung für betroffene Frauen und Familien und um ein starkes Zeichen der Gesellschaft für ein oftmals immer noch sensibles Thema.
 
Christina Bohn-Queren (2.vl) freute sich, dass neben Bürgermeister Claus Jacobi auch die Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu aktiv am Brustkrebslauf 2025 teilnahmen, dessen Startschuss durch Imke Heymann, Bürgermeisterin der Stadt Ennepetal – rechts, am 27. September erfolgte. 

Erhält man die Diagnose Brustkrebs, so ist dies zunächst einmal ein Schock. Es verändert sowohl die eigentlich erkrankte Person, als auch deren soziales Umfeld. Eine Krankheit, die mit zunehmendem Alter steigt und die wohl häufigste Krebserkrankung bei Frauen im Alter von 35 – 55 Jahren ist. „Viele Betroffene fühlen sich unsicher, überfordert oder verängstigt“, beschreibt es Christina Bohn-Queren. Sie erzählt, dass sie fast täglich in ihrem Geschäft mit dem Thema konfrontiert würde Als zertifizierte Partnerin der Krankenkassen gelingt es ihr jedoch, „den betroffenen Frauen ein gutes und für sie sicheres Gefühl für Dessous, Strumpf- und Wäschemoden“ zu geben. Worte, die verständlich machen, warum ihr dieses Thema so sehr am Herzen liegt und warum sie sich in ihrer Freizeit stark dafür engagiert. 

Mit der Ankündigung von Christina Bohn-Queren, dass es eine neue Auflage vom „Lingotage Brustkrebslauf“ geben wird, konnten im Vorfeld bereits zahlreiche Unterstützer und Unterstützerinnen mobilisiert werden, die das läuferische Event mit Sachleistungen, finanziellen Mitteln und tatkräftiger Hilfe erneut zu einem rundum tollen Erlebnis machen werden. „Mehr als ein Dutzend Firmen und Institutionen bringen sich ein, die Hilfsbereitschaft ist einfach großartig“, sagt sie und zählt auf, dass mit Blick auf Verpflegung, Medaillen, Ausstattung, Absperrungen für alles gesorgt sei. Es ist markiert, an welcher Stelle die Läufer umkehren müssen und entlang der Strecke befinden sich städtische Rettungspunkte, sodass auch eine Notfallver-sorgung in regelmäßigen Abständen geregelt ist. „Versorgungspunkte mit Getränken befinden sich bei 5,5 km und im Ziel. Sowohl ausgebildete Ersthelfer, als auch ein Fahrradfahrer oder Schlussläufer, der die Strecke kontrolliert, werden vor Ort sein“, lässt die Organisatorin wissen. „Jetzt müssen sich nur noch viele Menschen anmelden, damit am Ende wieder eine große Spende zusammenkommt.“ Genau genommen 250 Läuferinnen und Läufer, da das Teilnehmerfeld auf diese Zahl begrenzt ist.
 
Die Strecke durch den Gevelsberger Stadtwald ist recht anspruchsvoll – daher können die Teilnehmenden für sich selbst entscheiden, ob sie die 5 oder 11 km läuferisch absolvieren oder lieber walkend. 
2025 im Ziel angekommen, gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur eine Medaille, alle konnten sich gewiss sein: „We are the Champions!“ 

In dieser Hinsicht zeigt sich Bürgermeister Claus Jacobi recht optimistisch. „Wir freuen uns, dass sich die Stadt wieder mit einbringen und helfen kann, da Brustkrebs ein gesellschaftlich wichtiges Thema ist“, sagt er. Auch wenn er der Meinung ist, dass es im Laufe der Jahre enttabuisiert wurde, nichtsdestotrotz seien Aufklärung, Prävention und Sensibilisierung nach wie vor von großer Bedeutung. „Daher ist solch ein Lauf immens wichtig, weil man dadurch das Bewusstsein für die Krankheit und ihre damit verbun-denen Herausforderungen schärft.“
Das Stadtoberhaupt trägt sich den Termin direkt schon einmal in seinen Kalender ein und sagt, dass der Start-schuss am 26. September bereits um 8:30 Uhr am Kruiner Tunnel falle. Dem fügt Christina Bohn-Queren noch hinzu, dass die Startgebühr bei 20,- Euro liege und die Teilnehmenden die entsprech-ende Bankverbindung dafür nach ihrer Anmeldung erhalten. Diese erfolgt online unter www.lingotage-bohn.de. Die
Start-nummernausgabe, so sagt sie ab-schließend, findet vom 14. bis 25. September 2026 in der „Lingotage Bohn“ (Neustraße 1) während den Öffnungszeiten statt.                        André Sicks