Montag, 12. Januar 2026

Time to say goodbye – Harald „Harry“ Bertermann geht in Rente

Wann immer es etwas aus dem Kirchenkreis Schwelm
zu berichten gab stand in der Regel seine Name unter den entsprechenden Texten: Harald Bertermann. Am 1. Februar geht der Öffentlichkeitsreferent nun in Rente. Und dies „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, wie er sagt und ergänzend hinzufügt, dass er seinen Dienst „immer auch als Berufung“ verstanden hätte. 

Bis zum 1. September 2004 war „Harry“, wie er von den meisten genannt wird, mit einer vollen Stelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Gevelsberg als Gemeindepädagoge für die Jugendarbeit des CVJM Gevelsberg e.V. verantwortlich. Später übernahm er mit einer halben Stelle das Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises. Als Vorbereitung darauf, absolvierte er einen „Crash-Kurs“ in Sachen Öffentlichkeitsarbeit an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. „Damals gab es weder ein Logo noch ein Corporate Design für den Kirchenkreis. Auch eine Webseite existierte nicht“, erinnert sich Bertermann. Ein Jahr später ging die Webseite des Kirchenkreises ans Netz, und der Kirchenkreis präsentierte sich mit einem frischen Design.
 
Am 29. August 2010 wurde Gemeindepädagoge Harald Bertermann aus der Evangelischen Kirchengemeinde Gevelsberg und dem CVJM Gevelsberg e.V. verabschiedet, um zukünftig als als Öffentlichkeitsreferent und Fundraiser im Evangelischen Kirchenkreis Schwelm zu arbeiten. 

Mit der anderen halben Stelle blieb er allerdings noch in der Jugend-arbeit des CVJM Gevelsberg e.V. Nachdem er eine Ausbildung zum Fundraiser abgeschlossen hatte verabschiedete sich Harald Berter-mann im Jahr 2010 dann jedoch ganz von dieser Tätigkeit, „Ich habe mit 10 Wochenstunden zusätzlich zum Öffentlichkeitsreferat das Fundraisingreferat des Kirchenkreises übernommen.“ Und seitdem hat er ein großes Netzwerk geknüpft und an vielen Projekten des Kirchenkreises mitgearbeitet. „Als Inhaber einer Stabsstelle der Super-intendentur habe ich im Kreissynodalvorstand mit und eng mit den jeweiligen Superintendenten zusammengearbeitet.“ Egal ob Manfred Berger, Hans Schmitt oder aktuell Andreas Schulte, stets habe man auf Augenhöhe miteinander gearbeitet. „Das habe ich sehr geschätzt und bin den dreien sehr dankbar für das kollegiale und gute Miteinander.“ 
Im Laufe der Jahre wurden seine Aufgaben immer vielfältiger. So setzte sich „Harry“ unter anderem dafür ein, dass der Kirchenkreis eine moderne IT-Struktur bekam und vertrat den Kirchenkreis viele Jahre auf der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW). Seit dem Jahr 2000 ist er auch Prädikant der EKvW und hat in dieser Funktion zahlreiche Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Beerdigungen durch-geführt. 

Ein beruflicher Werdegang über den Bertermann abschließend sagt, dass er „mit Leib und Seele“ Gemeindepädagoge, Öffentlichkeitsreferent, Fund-raiser und Prädikant gewesen sei. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, hier zu arbeiten. Ich konnte die Arbeit im Kirchenkreis kreativ mitgestalten und mich entfalten. Ich hatte tolle Kolleginnen und Kollegen und drei zugewandte Superintendenten, mit denen ich sehr gerne zusammen-gearbeitet habe.“ 
Am 20. Februar wird „Harry“, der seit einer Krebserkrankung im Jahr 2017 gesundheitlich leider beeinträchtig ist, in einem Gottesdienst von seinen Pflichten entbunden und aus dem Dienst verabschiedet. Als Öffentlich-keitsreferent im Evangelischen Kir-chenkreis Schwelm wird er dann auch den Staffelstab an seinen Nachfolger Pfarrer Daniel Jung weitergeben. 1984 in Castop-Rauxel geboren, absolvierte dieser sein Theologiestudium in Wuppertal, Berlin und Bochum absolviert. Seine anschließende Vikariats- und Entsen-dungsdienst-Städte-Tour führte ihn unter anderem auch nach Gevels-berg, wo nach dem Wechsel von Pfarrer Dirk Küsgen in die Krankenhausseelsorge, ein Bedarf an Unterstützung bestand. Später übernahm Daniel Jung das Projekt „Junge Kirche CONNECT“ des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm und gemeinsam mit Harald Bertermann brachte er den monatlichen Podcast „Was geht denn hier ab“ an den Start.                                          André Sicks